Ostbeauftragter Marco Wanderwitz beschimpft erneut Ostdeutsche

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Der Ostbeauftragte der Bundesregierung Marco Wanderwitz (CDU) hat in einem Podcast der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erneut BĂŒrger aus Ostdeutschland massiv diskreditiert. Der 45-JĂ€hrige bescheinigte einem Teil der Bevölkerung in den neuen BundeslĂ€ndern nur wenige Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt „gefestigte nicht demokratische Ansichten“ und erklĂ€rte, dass er seine Hoffnung in die „nĂ€chste Generation“ setze.

Die AfD kritisiert Wanderwitz fĂŒr dessen Äußerungen scharf. Bundessprecher Tino Chrupalla klagte, Wanderwitz beschimpfe seine Landsleute.

Wanderwitz: Diktatursozialisiertes Ostdeutschland?

Im genannten Podcast erlĂ€uterte Wanderwitz, dass es Menschen in Ostdeutschland gebe, „die teilweise in einer Form diktatursozialisiert sind, dass sie auch nach 30 Jahren nicht in der Demokratie angekommen sind.“ Nicht demokratische Ansichten seien in Teilen der Bevölkerung verfestigt, man könne nur „auf die nĂ€chste Generation“ hoffen, so Wanderwitz weiter. AfD-WĂ€hler zurĂŒck zur CDU zu fĂŒhren, hĂ€lt der Ostbeauftragte der Bundesregierung fĂŒr wenig aussichtsreich: „Ein geringer Teil der AfD ist potenziell rĂŒckholbar, aber nicht besonders groß.“ Wohl auch deshalb empfahl Wanderwitz seiner Partei, sich auf den politischen Wettbewerb mit anderen Parteien zu konzentrieren und sich nicht von der grĂ¶ĂŸten Oppositionspartei in Deutschland treiben zu lassen.

Tino Chrupalla: „Das haben wir Ostdeutsche nicht verdient“

Massive Kritik erntet Wanderwitz von Seiten der AfD. Bundessprecher und Spitzenkandidat Tino Chrupalla warf dem CDU-Mann vor, seine Landsleute zu beschimpfen. „Das haben wir nicht verdient!“, so Chrupalla auf seinem Twitterkanal. Der Bundestagsabgeordnete Dr. Roland Hartwig beklagte, dass es fĂŒr Politiker wie Wanderwitz keine Rote Karte gebe. Jedoch könnten demnĂ€chst in Sachsen-Anhalt am Wahlzettel Platzverweise erteilt werden, erklĂ€rte der ehemalige Chefsyndikus der Bayer AG.

Es ist nicht das erste Mal, dass Wanderwitz mit fragwĂŒrdigen Aussagen auf sich aufmerksam macht. Erst im Januar hatte der 45-JĂ€hrige der AfD eine Mitschuld an den hohen Corona-Zahlen gegeben.

TM

Ostbeauftragter Marco Wanderwitz beschimpft erneut Ostdeutsche Zuletzt aktualisiert: 29.05.2021 von Team MĂŒnzenmaier
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Kommentare

  • Werner Schweitzer 29 / 05 / 2021

    Die Ostdeutschen merken im Gegensatz zu den Schlafschafe im Western wann eine Diktatur droht, Sie wissen auch was eine Diktatur bedeutet. Ja Herr Wanderwitz Kinder Gehirne waschen das ist die Methode der Altparteien in Deutschland.

  • Klaus Hochscheid 29 / 05 / 2021

    Es ist einfach unglaublich mit welcher Arroganz der Macht, Überheblichkeit, BĂŒrgerferne und HerabwĂŒrdigung den ostdeutschen BĂŒrgern durch den sog. Ostbeauftragten der Bundesregierung ! offen ins Gesicht geschlagen wird.
    Die politische Einstellung und das freimĂŒtige Bekenntnis zur AfD ist nicht zuletzt auch das Ergebnis einer völlig verfehlten Politik im Bund und in den fĂŒnf neuen BundeslĂ€ndern seit drei Jahrzehnten.
    Diese politisch hochinteressanten Äußerungen zeigen erneut die Angst der Altparteien insgesamt vor politischen Alternativen und die spĂŒrbare Angst vor den kommenden Wahlen.
    Jede WÀhlerin und jeder WÀhler hat die Möglichkeit durch den Wahlzettel mehr als nur einen Platzverweis zu erteilen.
    Herr Wanderwitz legen sie ihr Amt nieder. Sie werden den an sie gestellten Anforderungen in keinster Weise gerecht.

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