Nach Kritik an S├Âder: Strafversetzung f├╝r Gesundheitsamtschef

Nach Kritik an S├Âder: Strafversetzung f├╝r Gesundheitsamtschef

Er sprach Klartext. Am 20. Oktober berichteten wir auf unserer Seite vom bemerkenswerten Interview, welches Friedrich P├╝rner, Facharzt, Epidemiologe und Chef eines Gesundheitsamts in der N├Ąhe von Augsburg gegeben hatte. In seinen Ausf├╝hrungen zerlegte der Experte die Pandemie-Strategie des bayrischen Ministerpr├Ąsidenten Markus S├Âder komplett und bezeichnete viele der verabschiedeten Ma├čnahmen als falsch.

Die Maskenpflicht an Grundschulen lehnte der 53-J├Ąhrige ebenso ab wie die willk├╝rliche Festlegung von Inzidenzen. Ebenfalls kritisierte der Mediziner die Panikmache vonseiten der politischen F├╝hrung. Dr. med. P├╝rner ahnte damals schon, dass seine Aussagen nicht folgenlos bleiben w├╝rden und war sich im Klaren, dass er mit den gew├Ąhlten Worten seine Beamtenkarriere aufs Spiel setzte.

Leider behielt der Facharzt recht. Nach einem Rapport bei seinen Vorgesetzten steht fest: Dr. med. P├╝rner wird aufgrund seiner mutigen Aussagen zwangsversetzt! Ein ungeheuerlicher Vorgang, welcher in dieser Form nur aus totalit├Ąren Systemen bekannt ist.

Der Anfang vom Ende ÔÇô Wegen Kritik an S├Âder zum Rapport

Vergangene Woche musste der Leiter des Gesundheitsamts Aichach-Friedberg zum Rapport bei der Regierung von Schwaben, einer staatlichen Mittelbeh├Ârde in Augsburg, antreten. Eigentlich h├Ątte an diesem Termin auch der Corona-Staatssekret├Ąr des bayrischen Gesundheitsministeriums, Klaus Holetschek von der CSU teilnehmen sollen. Dieser war jedoch verhindert, weshalb einzig ein fachlicher Beamter dem Gespr├Ąch beiwohnte. ├ťber den genauen Verlauf des Termins vereinbarten die teilnehmenden Parteien Stillschweigen. Der Pressesprecher der Beh├Ârde lie├č nach der Zusammenkunft schlicht verlauten, dass es ein Gespr├Ąch auf fachlicher Ebene gewesen sei. Was genau vereinbart oder welche Aussagen getroffen wurden, erfuhren die Pressevertreter nicht. Vor├╝bergehend blieb Dr. med. P├╝rner im Amt, ÔÇô das sollte sich wenige Tage sp├Ąter jedoch ├Ąndern.

Die Strafversetzung von Friedrich P├╝rner

In der ersten Novemberwoche folgte die bittere Nachricht: Der Gesundheitsamtsleiter und Arzt wird strafversetzt. In Zukunft wird Dr. med. P├╝rner bei einem Landesamt in Oberschlei├čheim, einem Ort in der N├Ąhe von M├╝nchen, seinen Dienst verrichten. Trotz der Solidarisierungen mehrerer ├ärztekollegen wird der Familienvater seinen Schreibtisch r├Ąumen m├╝ssen.

Welche Rolle seine Kritik an der bayrischen Staatsregierung bei der Versetzung spielte, ist nicht bekannt. In einem Zeitungsinterview vor wenigen Tagen hatte der Arzt Regierungschef Markus S├Âder harsch kritisiert und ihm indirekt fehlende Diskursbereitschaft unterstellt. In seinen Aussagen legte der Arzt jedoch immer Wert darauf, nichts von sogenannten Corona-Leugnern zu halten.

Der Mut bleibt

Dr. med. P├╝rner formulierte sachliche Kritik, untermauerte sie mit breitem Wissen und wird f├╝r seine angenehme Zuversicht in Krisenzeiten nun strafversetzt. Worte zu einem sachlichen Umgang mit der Pandemie und gegen eine Angst- und Panikpolitik der Regierenden sind zu Corona-Zeiten ganz offensichtlich unerw├╝nscht. Trotz dieses R├╝ckschlags steht der Arzt weiter fest f├╝r seine Meinung und ├ťberzeugung ein. Auf Twitter verk├╝ndete er: ÔÇ×Nach Kant hat entweder alles einen Preis oder eine W├╝rde. Ich w├Ąhle die W├╝rde! Den Preis zahle ich gerne. ├ärzte d├╝rfen nicht schweigen. Niemals!!ÔÇť

Strafversetzung von Gesundheitsamtschef Friedrich P├╝rner - Tweet

Diesem mutigen Mann sollte die Politik lieber zuh├Âren!

TM

Nach Kritik an S├Âder: Strafversetzung f├╝r Gesundheitsamtschef Zuletzt aktualisiert: 04.11.2020 von Team M├╝nzenmaier

One Reply to “Nach Kritik an S├Âder: Strafversetzung f├╝r Gesundheitsamtschef”

  • Heidi Walter

    Von Heidi Walter

    “Ein ungeheuerlicher Vorgang, welcher in dieser Form nur aus totalit├Ąren Systemen bekannt ist”. Das stimmt, denn mittlerweile herrscht in Deutschland ein totalit├Ąres Merkel-System, in dem sie schaltet und waltet wie einst Honecker und Vorg├Ąnger Ulbricht in der DDR. Beschl├╝sse werden durch Merkel, Spahn und ihre 16 Wassertr├Ąger am Parlament vorbei gefasst, das Infektionsschutzgesetz ist einem Erm├Ąchtigungsgesetz sehr nahe, die “Presse” berichtet nur regierungskonform und wird daf├╝r mit Millionen belohnt, durch und durch demokratische Wahlen werden r├╝ckg├Ąngig gemacht, Lockdowns, die fast alle sozialen Kontakte unterbinden, Zerst├Ârung des Mittelstandes, aber die Grenzen offen wie Scheunentore. Diese Liste lie├če sich unbegrenzt fortsetzen. Was wollt ihr mehr? So lange der Michel nicht aufwacht wird geliefert, wie bestellt.

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