Sebastian Münzenmaier

Bedford-Strohm: Neues “Schlepperschiff” vom evangelischen Bündnis?

Heinrich Bedford-Strohm und Margot Käßmann.

Zwei Namen verdeutlichen das zunehmende Dilemma der evangelischen Kirche (EKD), im grünen Zeitgeist gefangen zu sein und einen großen Teil ihrer Gläubigen nicht mehr zu erreichen. Die Folge sind dramatische Austrittszahlen und leere Kirchen, schon lange bevor das Corona-Virus und die schädliche Lockdown-Politik öffentliche Veranstaltungen zu einem großen Teil verbat. Der neueste Vorstoß der Kirchenvertreter reiht sich in ein denkwürdiges Jahr für die Glaubensgemeinschaft in Deutschland ein:

Anfang Februar erreichte verschiedene Abgeordnete des Deutschen Bundestages ein Brief der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau mit einem „Synodenwort“, das den Titel „Flüchtlinge aufnehmen und integrieren, Rechtsstaat stärken, Menschenrechte achten“ trug. In besagtem Schreiben forderten die Kirchenvertreter eine Aufnahme von Migranten und die Ermöglichung des Familiennachzugs für „alle Schutzberechtigten“.

Ende August publizierte der evangelische Pressedienst das 200 Seiten starke Buch „Ich ein Fremder gewesen. Mission zwischen Fluchtursachenbekämpfung und Willkommenskultur“ für den Gemeindealltag, welches neben Geschichten von Geflüchteten kulturelle Tipps und praktische Anleitungen im Umgang mit diesen enthält. Bei einer genauen Betrachtung der Migrationsanleitung wird deutlich, dass diese nicht der raschen Integration der Geflüchteten dient, sondern eine Unterwerfung der Gemeindemitglieder an das Fremde darstellt.

Nur wenige Tage später hetzte die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann in einem Interview gegen Deutschlands größte Oppositionspartei AfD und sparte nicht mit unverschämter Kritik.

Einen vorläufigen Höhepunkt erreicht die Migrations- und Willkommenskultur in den Gotteshäusern zum Wintereinbruch. Nachdem sich die Glaubensgemeinschaft bereits finanziell an der „Sea-Watch 4“ im Mittelmeer beteiligte, bereitet das von der evangelischen Kirche initiierte Bündnis „United4Rescue“ ein weiteres Flüchtlingshilfsschiff vor.

Ein weiterer unrühmlicher Höhepunkt der grenzenlosen Aufnahmefantasie der evangelischen Kirche.

Schiff der evangelischen Kirche: Ab Februar auf hoher See

Mit der Unterstützung von „United4Rescue“ im Rücken hat die in Regensburg ansässige Seenotrettungsorganisation „Sea-Eye“ ein ehemaliges Offshore-Versorgungsschiff gekauft, welches nun zum Hilfsschiff für die Seenotrettung im Mittelmeer umgebaut wird. Nach der „Sea-Watch 4“, welches in der Zwischenzeit von italienischen Behörden festgesetzt wurde, ist das „Sea-Eye 4“ das zweite Schiff, welches vom 660 Bündnispartner starken Unterstützungsbündnis finanziert wird.

Der Ratsvorsitzende der EKD, Heinrich Bedford-Strohm, begrüßt die Finanzierung und betonte seine Dankbarkeit, ein weiteres Bündnisschiff ins Mittelmeer entsenden zu können. Die zivilen Seenotretter würden die empfundene Ohnmacht angesichts der überlieferten Bilder überwinden, so Bedford-Strohm. Darüber hinaus dankte er den zahlreichen Spendern und machte deutlich, dass sich die evangelische Kirche auch in Zukunft für die zivile Seenotrettung einsetzten werde.

Schon im Frühjahr 2021 könnte das Hilfsschiff, welches mit Umbauarbeiten und Überführung circa 500.000 Euro kosten soll, seine erste Mission im Mittelmeer starten. Das Bündnis „United4Rescue“ möchte dazu 434.000 Euro beitragen.

Wenn die Kirche Politik macht…

Das Jahr 2020 hat eindrucksvoll gezeigt, wie sehr die evangelische Kirche als Erfüllungsgehilfe des grünen Zeitgeistes dient und sich besagter Ideologie regelrecht anbiedert. Dass die italienischen Behörden schon das letzte Hilfsschiff festgesetzt haben, zeigt die rechtliche Grauzone, in welcher zivile Seenotretter agieren. Oft sind diese Schiffe mit ihren Organisationen nicht willkommen. Die EKD scheint das wenig zu interessieren. Unlängst forderte Bedford-Strohm die Freigabe des Hilfsschiffes „Sea-Watch 4“.

Patrioten finden in dieser Kirche keine Heimat mehr.

TM

Bedford-Strohm: Neues “Schlepperschiff” vom evangelischen Bündnis? Zuletzt aktualisiert: 01.12.2020 von Team Münzenmaier
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