W├╝rzburg: Keine finanziellen H├Ąrteleistungen f├╝r Hinterbliebene?

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Nach der W├╝rzburger Messerattacke haben die Verletzten und Hinterbliebenen wohl nur wenig Chancen auf sog. H├Ąrteleistungen, also finanzielle Entsch├Ądigungen durch den Staat. Dies ist aus einem Medienbericht mit dem Opferbeauftragen der Bundesregierung, Edgar Franke (SPD), herauszulesen. Grund daf├╝r ist das angenommene Tatmotiv der psychischen Erkrankung.

W├╝rzburger Messermassaker: Kein Terrormotiv?

Die Hinterbliebenen und verletzten Opfer der Messer-Attacke von W├╝rzburg m├╝ssen f├╝rchten, keine Entsch├Ądigungsleistungen des Staates zu erhalten. Dies ist aus einem Zeitungsbericht mit dem Opferbeauftragten der Bundesregierung, Edgar Franke, herauszulesen. Grund daf├╝r ist, dass die Ermittler zweifelsfrei eine extremistische Motivation der Tat feststellen m├╝ssen, bevor Geld durch den Staat fliesen kann. Franke erkl├Ąrte, dass m├Âgliche H├Ąrteleistungen ÔÇ×von den weiteren ErmittlungenÔÇť abh├Ąngen. Es gehe darum, ÔÇ×die Hintergr├╝nde und Motive der Tat genaustens zu ermittelnÔÇť. Bislang hat sich laut Medienberichten in den Ermittlungen jedoch nicht der Verdacht eines islamitischen Hintergrundes der Tat ergeben, obwohl der T├Ąter laut Zeugenaussagen das islamische Bekenntnis ÔÇ×Allahu AkbarÔÇť gerufen und nach der Tat von einem ÔÇ×DschihadÔÇť gesprochen haben soll. Verbindungen des T├Ąters zu islamistischen Terrorgruppen konnten bislang nicht nachgewiesen werden. Vielmehr wird derzeit eine psychische Erkrankung des Somaliers als Grund f├╝r die Attacke in der W├╝rzburger Innenstadt angenommen.

Franke verteidigt Vorgehen

Im Normalfall erhalten Hinterbliebene von Terror-Taten 30.000 Euro f├╝r den Verlust von nahestehenden Angeh├Ârigen. Die Regelung gilt seit 2018. Jedoch haben Betroffene von Angriffen dieser Art immer wieder Probleme, Geld zu bekommen. Grund daf├╝r sind die ├ťberschneidungen zwischen extremistischen Motiven und m├Âglichen psychischen Erkrankungen. Franke betonte, dass der Staat f├╝r betroffene eines als Terroranschlag festgestellten Angriffs eine besondere Verantwortung habe. ÔÇ×Die Opfer werden stellvertretend f├╝r unsere Gesellschaft und f├╝r unsere Art zu leben angegriffen. Deshalb ist es besonders wichtig, dass wir an der Seite der Opfer stehen und sie mit aller Kraft unterst├╝tzenÔÇť, so der Sozialdemokrat, der betonte, dass den Betroffenen aus Bayern auch weitere Entsch├Ądigungszahlungen zustehen w├╝rden.

Der sozialpolitische Sprecher der AfD Bundestagsfraktion, Ren├ę Springer, kritisierte das Vorgehen in einer Pressemitteilung: ÔÇ×Nachdem den Terroropfern von W├╝rzburg erst keine Namen und keine Gesichter gegeben wurden, werden sie jetzt offenbar zu Opfern zweiter Klasse gemacht.ÔÇť

TM

W├╝rzburg: Keine finanziellen H├Ąrteleistungen f├╝r Hinterbliebene? Zuletzt aktualisiert: 05.07.2021 von Team M├╝nzenmaier
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