Vorstandbeschluss der Linken: Sozialistisch aus der Krise

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Am 28. MĂ€rz 2020 hat der Vorstand der SED, unter ihrem heutigen Namen „Die Linke“, den Vorstandsbeschluss 2020/053 „Solidarisch aus der Krise“ gefĂ€llt. Dieser Beschluss hat es in sich und fordert in etlichen Bereichen nicht weniger als die EinfĂŒhrung eines real existierenden Sozialismus. So wird etwa eine Verstaatlichung des Gesundheits- und Pflegesektors gefordert, Profite sollen in diesem Bereich verboten werden. Damit aber nicht genug der Verstaatlichung, den Energiesektor nehmen sich Honeckers Paladine gleich mit vor, denn „Energieversorgung in BĂŒrgerhand“ stellt einen weiteren Punkt des Beschlusses dar. Die Tariffreiheit der einzelnen Wirtschaftszweige soll aufgehoben werden. Ebenso fordert die Partei, dass Mieten, welche zurzeit nicht gezahlt werden können, nicht etwa nur gestundet werden, sondern gĂ€nzlich entfallen sollen. „Kein Lohn? Keine Miete“ ist dabei das Motto. ZusĂ€tzlich werden allgemeine Mietsenkungen mit anschließendem Mietendeckel beschlossen. Was dies bei den wirtschaftlichen VerhĂ€ltnissen von Vermietern bewirkt liegt wohl auf der Hand. Sowohl bei Wohnungsbaugesellschaften, als auch bei dem Rentner, welcher durch Vermietung sein ohnehin spĂ€rliches Monatsbudget aufbessert. Unter solchen UmstĂ€nden wĂ€re kaum damit zu rechnen, dass Unternehmen und Privatpersonen weiter im GeschĂ€ft blieben und man könnte den Wohnungsmarkt gleich mit verstaatlichen.

Zur zumindest kurzfristigen Finanzierung all dieser Verstaatlichungen greifen die Genossen auf bewĂ€hrte kommunistische Methoden zurĂŒck. Enteignungen. Eine „Vermögensabgabe von 5%“ soll Reichen sofort abgenommen werden und fĂŒr die Zukunft eine weitere jĂ€hrliche Vermögenssteuer eingefĂŒhrt werden, ebenfalls in Höhe von 5%. Der Soli soll nicht etwa abgeschafft werden, sondern wird  sogar als „die gerechteste Steuer, die wir haben“ bezeichnet. „Schluss mit Schuldenbremse und Schwarzer Null. Nicht nur im Krisenfall sind das keine geeigneten Orientierungen fĂŒr Haushalt, Ausgaben und Investitionen in der Gesellschaft“ stellt das Papier weiter fest und befeuert die kommunistische Geldverbrennungsmaschine. SelbstverstĂ€ndlich darf auch eine internationalistische Komponente beim Revival des Kommunismus nicht fehlen. So wird die EinfĂŒhrung von „Corona-Bonds“ beschlossen, wodurch Deutschland fĂŒr die Corona-Kosten der Gesamt-EU haften wĂŒrde. Kosten die ĂŒberhaupt nicht absehbar wĂ€ren. Da fĂ€llt die zusĂ€tzliche Aufnahme von 10.000 angeblichen FlĂŒchtlingen aus Griechenland, die Abschaffung von Abschiebungen und die Verteilung von Migranten aus SammelunterkĂŒnfte auf Hotels kaum noch ins Gewicht.

Zusammenfassend ist es nicht ĂŒbertrieben festzustellen, dass die Linke alle demokratischen Hemmungen hat fallenlassen um als kommunistischer Staat aus der Corona-Krise hervorzugehen. Mit allem was dazugehört, Verstaatlichungen ganzer Wirtschaftszweige mit Millionen BeschĂ€ftigten, Enteignungen und internationaler Haftung. Dies ist die Partei, der Kanzlerin Merkel (CDU) in ThĂŒringen zum MinisterprĂ€sidentenamt verholfen hat.

TM

Vorstandbeschluss der Linken: Sozialistisch aus der Krise Zuletzt aktualisiert: 01.04.2020 von Team MĂŒnzenmaier
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Heidi Walter
3 Monate zuvor

und der regierungskonforme PrÀsident des Bundesverfassungsschutze deckt die andere Seite ab. Findet das irgendwann mal ein Ende? https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_87584130/coronavirus-krise-verfassungsschutz-warnt-vor-rechtsextremen-verschwoerungstheorien.html

Willi
3 Monate zuvor

Einige Dinge finde ich als FPÖ-Wähler und AfD-Anhänger darin aber gar nicht so blöd! Ich jedenfalls finde, dass mit Grundbedürfnissen wie “das Dach überm Kopf”, oder Grundlebensmittel, ganz besonders aber bei medizinischer Versorgung kein “Geschäft” im Sinne von Gewinn gemacht werden darf. Diese Dinge sollten wirklich – zumindest unter staatlicher Kontrolle – von echten(!) non-Profit-Organisationen abgewickelt werden. Es soll kein Investor sich seine Nase damit vergolden, dass Menschen in Wohnungsnot immer höhere Mieten akzeptieren müssen, womöglich noch Agentur(Makler)-Provisionen dafür zahlen usw. Eine gute Mischung aus reinem(!) Kommunismus bei Gütern des täglichen Lebens und freier Marktwirtschaft bei Gütern, die man nicht… Weiterlesen »

Klaus Schlupp
3 Monate zuvor

Wir brauchen keine Verstaalichung im Gesundheitssektor. Der Profit sollte sich an witschaftlichen, aber auch an sozialethischen MaßstĂ€ben orientieren. Eine funktionierende Wirtschaft in einem funktionierenden Sozialstaat, macht auch sorgt fĂŒr Zusammenhalt zwischen Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Politik. Also eine WIN,WIN,WIN Situation. Wenn die Bevölkerung jedoch nur noch als Geldwert betrachtet wird und man die Bevölkerung mittels Migration erhöht nur um den Geldwert (z.B..Bruttosozialprodukt )weiter zu erhöhen wĂ€hrend die Bevölkerung immer mehr geschröpft bzw beraubt wird. So wird diese unsoziale Fehlkonstruktion schon bald zusammenbrechen.