„Vielfalt als StĂ€rke“: Baerbock will Migrationswege ausweiten

Kommentare: Keine Kommentare

Vor ihrem Besuch in Rom hat Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Die GrĂŒnen) in einem Interview mit der italienischen Tageszeitung La Stampa erklĂ€rt, dass Volkswirtschaften „in einer vernetzten Welt“ nur erfolgreich sein könnten, „wenn sie Vielfalt als StĂ€rke begreifen“. Die neue Ampelregierung aus SPD, FDP und GrĂŒnen wolle legale Migrationswege nach Deutschland ausweiten, so Baerbock, die den EU-Grenzstaaten mehr SolidaritĂ€t in der Migrationspolitik zusicherte.

Baerbock: „MĂŒssen alle SolidaritĂ€t und Verantwortung zeigen“

Im GesprĂ€ch mit dem italienischen Blatt fĂŒhrte die deutsche Außenministerin aus, dass der wirtschaftliche Erfolg Deutschlands und auch Europas besonders darauf beruhe, „dass Menschen mit all ihren Ideen, Biographien und ihrer Tatkraft zu uns gekommen sind.“ Vielfalt mĂŒsse von den Volkswirtschaften als StĂ€rke begriffen werden, um „in einer vernetzten Welt“ erfolgreich zu sein, so die 41-JĂ€hrige, die den Staaten an der EU-Außengrenze grĂ¶ĂŸere UnterstĂŒtzung zusicherte:

„Aber wenn wir als EuropĂ€er wollen, dass unsere Regeln und Werte Geltung haben, mĂŒssen wir alle bereit sein, SolidaritĂ€t und Verantwortung zu zeigen.“

Ziel der neuen Ampelregierung sei es, einen festen Verteilungsmechanismus in Europa zu etablieren und legale Zuwanderungswege nach Deutschland und Europa auszuweiten. Geschehen soll dies ĂŒber humanitĂ€re Visa oder moderne Einwanderungsgesetze.

 „Mit denen vorangehen, die Europas VerstĂ€ndnis als Wertegemeinschaft leben“

Im weiteren GesprĂ€ch machte die Bundesaußenministerin deutlich, dass an den EU-Außengrenzen „HumanitĂ€t und Ordnung“ gewĂ€hrleistet werden mĂŒssten: „Was Flucht angeht, kann und will ich mich nicht damit abfinden, dass an Europas Außengrenzen immer wieder Menschen sterben.“ Die LĂ€nder an den Grenzen dĂŒrften nicht allein gelassen werden. Es sei „von Berlin aus leicht, mit dem Finger auf diejenigen Staaten zu zeigen, die die Last der Verantwortung an den Außengrenzen tragen.“ Solange keine gemeinsame Position zur Migrationspolitik in der EU vorhanden sei, mĂŒssten willige Staaten in dieser Frage vorangehen: „Stattdessen sollten wir, wie in vielen FĂ€llen zum GlĂŒck geschehen, mit denen vorangehen, die nicht nur dazu bereit sind, sondern auch Europas VerstĂ€ndnis als Wertegemeinschaft leben.“ Italien und Deutschland wĂŒrden hierbei an einem Strang ziehen, erklĂ€rte Baerbock.

Beim Treffen mit ihrem italienischen Pendant Luigi Di Maio betonte die 41-JĂ€hrige dann, dass „der Status Quo in der Migrationsfrage“ nicht mehr tragbar sei.

TM

„Vielfalt als StĂ€rke“: Baerbock will Migrationswege ausweiten Zuletzt aktualisiert: 11.01.2022 von Team MĂŒnzenmaier
Jetzt Teilen:

Schreibe einen Kommentar