„Vielfalt als Bereicherung“: Merkel und der Integrationsgipfel

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Der vermutlich letzte Integrationsgipfel unter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte schon vor seinem Stattfinden fĂŒr Aufsehen gesorgt. Katrin Göring-Eckardt, Fraktionschefin der GrĂŒnen im Deutschen Bundestag, nutzte die anstehende Digitalkonferenz, um fĂŒr bessere Bedingungen fĂŒr Migranten in der Bundesrepublik zu werben. Göring-Eckardt betonte, dass VerĂ€nderungen in „unserer Einwanderungsgesellschaft“ nur möglich seien, wenn die grundsĂ€tzlichen Strukturen ĂŒberarbeitet wĂŒrden.

Mit dem fĂŒnfstufigen „nationalen Aktionsplan“, den die Staatsministerin fĂŒr Integration, Annette Widmann-Mauz (CDU), am Dienstag zusammen mit ĂŒber 100 Teilnehmern aus der Politik, Wirtschaft und Migrantenvereinen prĂ€sentierte, dĂŒrfte die grĂŒne Bundestagsabgeordnete sehr zufrieden sein. Der vorgelegte Plan umfasst ĂŒber 100 Punkte, mit denen die Bundesregierung die Integration von Zuwanderern fördern will. DarĂŒber hinaus forderte Kanzlerin Merkel mehr Offenheit der Mehrheitsgesellschaft, wĂ€hrend weitere Teilnehmer des Gipfels Kritik an dieser „weißen Gesellschaft“ Ă€ußerten.

Merkel bei Integrationsgipfel: Vielfalt als Bereicherung

Mit ihren Aussagen bestĂ€tigte Merkel den massiven Linksdrall, den die Union seit ihrer Kanzlerschaft vollzogen hat. „Wir alle sind Deutschland – das ist das Ziel“, formulierte die 66-JĂ€hrige und forderte, dass die Mehrheitsgesellschaft Vielfalt als Bereicherung begreifen mĂŒsse. Die theoretische Arbeit mĂŒsse endlich auch in die Praxis umgesetzt werden.

Die zustĂ€ndige Staatsministerin Widmann-Mauz schloss sich den WĂŒnschen der Kanzlerin an. Schon beim Erlernen der Sprache, der frĂŒhkindlichen Bildung und bei Zugang in den Arbeitsmarkt mĂŒsse konsequent auf Integration gesetzt werden. Auch die Corona-Pandemie dĂŒrfe diese ersten Erfolge nicht zurĂŒckwerfen, forderte die 54-JĂ€hrige.

Der fĂŒnf-Stufen Plan: Integration vor Migration

Konkret wurden in den letzten drei Jahren fĂŒnf Stufen ausgearbeitet, die die bestehenden Defizite von Migranten auf dem Arbeitsmarkt beheben sollen. Erstaunlicherweise soll schon vor der eigentlichen Zuwanderung erste Integrationsversuche forciert werden. Entsprechende AufklĂ€rungs- und Integrationsangebote sollen zur Gewinnung von FachkrĂ€ften fĂŒhren, so die erste Stufe im Aktionsplan. Nach Maßnahmen zur Erstintegration in Stufe zwei geht es einen Schritt weiter um die Integration in den Arbeitsmarkt und die Deutsche Gesellschaft.

Interessant gestaltet sich Punkt vier, der ein „Zusammenwachsen“ der Gesellschaft fordert. Mit Informationskampagnen soll fĂŒr eine positive Einstellung in der Bevölkerung gegenĂŒber Migration geworben werden. Ebenso sollen Behörden mit Werbung von der Einstellung von Migranten ĂŒberzeugt werden. Im abschließenden fĂŒnften Punkt geht es um die BekĂ€mpfung von Diskriminierung und die Gleichstellung von Migranten und Nicht-Migranten.

FragwĂŒrdige Vertreter und Experten

Unter den Experten und Vertretern des Integrationsgipfels befanden sich auch Teilnehmer, die mit fragwĂŒrdigen Aussagen auf sich aufmerksam machten. Daniel Gyamerah, Vorstand des Vereins „Each One Teach One“, prĂ€sentierte am Dienstag einen fragwĂŒrdigen Blick auf die Gesellschaft. Dominante Strukturen der „weißen Gesellschaft“ und der „diskriminierten Gruppen“ stĂ€nden sich gegenĂŒber, so Gyamerah. Der 35-JĂ€hrige forderte eine WiderstĂ€ndigkeit der diskriminierten Gruppen und plĂ€dierte fĂŒr verbindliche Einstellungsquoten auf Bundes- und LĂ€nderebene.

Auch Ferda Ataman wird eine SchlĂŒsselrolle auf den Integrationsgipfeln zugeschrieben. Schon in der Vergangenheit erregte sie Aufsehen, als sie eine inklusivere Deutsche Einheit forderte und sich fĂŒr eine vielfĂ€ltigere Namensgebung des Wetters einsetzte.

Auch mit der abwertenden Bezeichnung „Kartoffel“ fĂŒr Deutsche hatte Ataman in der Vergangenheit kein Problem.

Der Zwang zur Vielfalt

Ein bunter Mix aus weißer Gesellschaft, angeblichem Rassismus, kruden Thesen und einer Kanzlerin, die von der Mehrheitsgesellschaft fordert, vermeintliche Vielfalt endlich als Bereicherung zu begreifen: Die Ergebnisse des Integrationsgipfels offenbaren den massiven Willen der deutschen Politik, die seit 2015 aus dem Ruder gelaufene Migrationspolitik immer weiter fortzusetzen und strukturell zu verankern. Die Teilnehmer der digitalen Konferenz, oft politisch am ganz linken Rand angesiedelt, geben dabei die radikale Marschrichtung vor.

TM

„Vielfalt als Bereicherung“: Merkel und der Integrationsgipfel Zuletzt aktualisiert: 10.03.2021 von Team MĂŒnzenmaier
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Kommentare

  • Lucifer Bromwasser 11 / 03 / 2021

    Katrin Göring-Eckardt und Annette Widmann-Mauz sind Musterbeispiele gelungener Integration und ĂŒppiger Teilhabe im buntesten Deutschland aller Zeiten.
    Es ist ein unfassbarer GlĂŒcksfall, dass diese Höchstqualifizierten trotz unauffindbarer Abschlusszeugnisse an hochbezahlte Arbeit herangefĂŒhrt werden konnten.
    Nur wer die unbestreitbaren Vorteile der Bereicherung selbst erfahren durfte, kann die Interessen der Bereicherungssuchenden aller LĂ€nder wĂŒrdig vertreten.

  • DerIngenieur 10 / 03 / 2021

    Die Integration von sogenannten Migranten oder Zuwanderern ist mangels fehlenden Willens der Betroffenen lÀngst gescheitert. Unter diesem Schlagwort geht es doch nur noch darum möglichst viel unserer Normen und Werte abzubauen und InhomogenitÀt zu erzeugen. Die viel gepriesene Vielfalt ist eben keine Bereicherung sondern im Gegenteil eine Verarmung der Gesellschaft.

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