Uwe Brandl (CSU) will Handy-├ťberwachung wegen 15-Kilometer-Regel

Kommentare: 4 Kommentare

Es war der gr├Â├čte Streitpunkt beim virtuellen Gipfel der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den 16 Ministerpr├Ąsidenten vergangene Woche: die 15-Kilometer-Radius-Regel.

Diese besagt, dass in Corona-Hotspots mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner die Anordnung erfolgen kann, sich h├Âchstens 15 Kilometer vom eigenen Wohnort zu entfernen. Gerechnet wird ab der Grenze der Gemeinde oder der Stadt, in der die B├╝rger ihren Wohnsitz angemeldet haben. W├Ąhrend andere Bundesl├Ąnder wie Nordrhein-Westfalen oder Niedersachsen mit einer Umsetzung der umstrittenen Regel hadern und die jeweils betroffenen Kommunen dar├╝ber entscheiden lassen, befolgt der Corona-Hardliner Markus S├Âder (CSU) im Freistaat umfassend alle Beschl├╝sse der Konferenz. Nat├╝rlich auch die 15-Kilometer-Regel.

Nicht sehr gl├╝cklich mit der geplanten ├ťberpr├╝fung der umstrittenen ÔÇ×Corona-LeineÔÇť scheint Uwe Brandl zu sein, CSU-Politiker, Pr├Ąsident des Bayerischen Gemeindetags und B├╝rgermeister der Stadt Abensberg. Der 61-J├Ąhrige h├Ąlt die Kontrolle des Aktionsradius der Menschen kaum f├╝r m├Âglich und fordert in einem Radio-Interview ganz unverhohlen, die B├╝rger des Freistaats auf ihren Handys bespitzeln zu lassen.

Gef├Ąhrliche Forderung von Uwe Brandl nach Handy-├ťberwachung

In besagtem Interview bekr├Ąftigte der studierte Jurist, dass er die Intention der Regel nachvollziehen k├Ânne. Unklar sei dem CSU-Politiker jedoch, ÔÇ×wie man das Ganze auch vern├╝nftig kontrollieren m├Âchte.” Bei der Polizei sieht Uwe Brandl in diesem Fall nur begrenzte Ressourcen, mehr als Stichproben seien kaum m├Âglich:

ÔÇ×Und ich glaube, dass jede Regelung nur so gut ist, wie sie exekutiert und ├╝berwacht werden kann.”

Der Abensberger B├╝rgermeister schl├Ągt eine andere L├Âsung vor. Es brauche mehr Mut, ÔÇ×die digitalen M├ÂglichkeitenÔÇť zu nutzen:

ÔÇ×Wir k├Ânnten heute Bewegungsprofile aus den Handys auslesen und auf diese Weise sehr treffsicher feststellen, wo sich die Menschen aufhalten.ÔÇť

Es m├╝sse die Entscheidung getroffen werden, ob der Gesundheits- oder der Datenschutz wichtiger sei, so Brandl weiter. Dieser fordert also, dass der Staat die Bewegungsprofile seiner B├╝rger anhand von Mobilfunkdaten genau kontrolliert, damit eine zweifelhafte Verordnung kontrolliert werden kann. Der gl├Ąserne B├╝rger w├Ąre endg├╝ltig Realit├Ąt.

Immer mehr ├ťberwachungswahn

Die ge├Ąu├čerten Gedanken des CSU-Mannes verdeutlichen, wie sehr sich die Bundesrepublik mittlerweile auf dem Weg in den ├ťberwachungsstaat a la Orwell 1984 befindet. Der Datenschutz und die Privatsph├Ąre der B├╝rger sollen laut Uwe Brandl vollst├Ąndig dem sogenannten Gesundheitsschutz untergeordnet werden. Die Bespitzelung der B├╝rger auf ihren Handys ist ein vollkommen inakzeptabler Vorschlag, der hoffentlich niemals Anwendung finden wird. Jedoch scheint im Corona-Wahn mittlerweile alles m├Âglich. Diese Allmachtsfantasien, ├╝berraschend oft aus dem S├╝den der Republik vorgetragen, m├╝ssen ein Ende finden.

TM

Uwe Brandl (CSU) will Handy-├ťberwachung wegen 15-Kilometer-Regel Zuletzt aktualisiert: 11.01.2021 von Team M├╝nzenmaier
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DerIngenieur
1 Monat zuvor

Abstandsregeln, Ausgangssperre, Alkoholverbot, Maskenpflicht, 15-km-Regel, alles l├Ą├čt sich wunderbar kontrollieren und ├╝berwachen, nur die Grenze nicht. Finde den Fehler.

Karsten M├╝ller
1 Monat zuvor

Ich hatte es in anderen Kommentaren schon erw├Ąhnt, wir leben in einer Stasi Diktatur und es dauert bestimmt nicht mehr lange bis wir , genau wie die Tiere ein Chip eingepflanzt bekommen und somit auf Schritt und Tritt beobachtet werden k├Ânnen

Irene Fuchs
1 Monat zuvor

So schlimm ist der Virus nicht, warum die Zerst├Ârung von allem und die ├ťberwachung?
Was soll das ganze bringen?

Irene Fuchs
1 Monat zuvor

Die Maske ist nicht geeignet f├╝rs st├Ąndige tragen, im Gegenteil, sie ist bei stundenlangen tragen gesundheitssch├Ądlich und kann bis zum Tot f├╝hren. Es gibt mittlerweile viele Menschen, die sich die Masken nicht mehr leisten k├Ânnen, denn die kann man nicht essen.