TV-Triell: Sch├Ânf├Ąrberei und Wegducken vor unangenehmen Wahrheiten

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Im gestrigen TV-Triell, das in ARD und ZDF ├╝bertragen und von Maybrit Illner und Oliver K├Âhr moderiert wurde, haben die drei Kanzlerkandidaten Armin Laschet (CDU), Olaf Scholz (SPD) und Annalena Baerbock (Gr├╝ne) einmal mehr unter Beweis gestellt, dass sie alle f├╝r das Amt des Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland ungeeignet sind ÔÇô┬á und m├Âglicherweise sogar als schlechteste Kanzlerkandidaten aller Zeiten in die Geschichte eingehen werden.

Gepr├Ągt war die Diskussionsrunde von Auseinandersetzungen auf Nebenschaupl├Ątzen, w├Ąhrend um wesentliche Inhalte eher umhergeredet wurde, ohne zu benennen, was konkret auf die B├╝rger Deutschlands unter den verschiedenen Kanzlerkandidaten zukommen w├╝rde.

Bezeichnend ist auch, dass Laschet, Scholz und Baerbock in vielen Fragen sehr nah beieinander liegen, so zum Beispiel, als von der ÔÇ×KlimakatastropheÔÇť, dem Umgehen mit Rechtsextremismus oder Corona die Rede war. Auch Antworten auf Fragen nach einem potenziellen Linksb├╝ndnis, den Skandalen im Finanzministerium und einem einzelnen CDU-Mitglied gaben keinen Aufschluss dar├╝ber, warum sich die Bundesb├╝rger einen der drei Politiker als Kanzler w├╝nschen sollten.

So gab erneut Olaf Scholz kein gutes Bild ab, als er es vermied, eine Koalition mit den Linken (einer Nachfolgepartei der SED) auszuschlie├čen. Des Weiteren erschien die Aussage ÔÇ×Das hat gar nichts mit dem Ministerium zu tun.ÔÇť bezogen auf die Razzia im Finanzministerium wegen der Zoll-Spezialeinheit FIU wenig glaubhaft. Statt Vers├Ąumnisse zuzugeben, redete er diesbez├╝glich die offensichtlichen Fehler sch├Ân.

Laschet spricht von ÔÇ×geordnete[r] MigrationspolitikÔÇť und widerspricht sich selbst

Obwohl die Migrationspolitik w├Ąhrend des Triells kaum thematisiert wurde (was angesichts des Chaos in Afghanistan und der m├Âglichen Migrationswelle nach Deutschland sehr erstaunlich ist), widersprach sich Armin Laschet hier in einer Wortmeldung bezogen auf den CDU-Kandidat Hans-Georg Maa├čen, als der 60-J├Ąhrige folgendes sagte: ÔÇ×Ich werde ihm [Maa├čen, d. Red.] entgegnen, dass die Entscheidung der Bundeskanzlerin 2015 richtig war, dass sie die Grenzen nicht geschlossen hat; dass wir f├╝r eine geordnete Migrationspolitik stehen.ÔÇť Komplett offene Grenzen und eine ÔÇ×geordnete MigrationspolitikÔÇť? Wer soll ihm das abnehmen? Au├čerdem vertritt Laschet in dem Zusammenhang die Auffassung, dass das Asylrecht keine Obergrenze kenne. Er “lade jeden ein, der einen Beitrag leisten kann, nach Deutschland zu kommen”.

Weiterhin war Laschet darauf bedacht, sich von ÔÇ×rechtsÔÇť deutlich abzugrenzen, indem er behauptete, ÔÇ×dass die gr├Â├čte Bedrohung f├╝r die Demokratie von rechts ausgeht.ÔÇť

Schweigen ├╝ber die Kosten der Klimapolitik f├╝r die B├╝rger

Annalena Baerbock d├╝rfte es gelegen gekommen sein, dass neben ihr auch Scholz und Laschet anscheinend nicht ├╝ber die Kosten der Energiewende und der sogenannten Ma├čnahmen zum Klimaschutz reden wollten. Die unbequemen Folgen f├╝r die Geldbeutel der B├╝rger, wenn beispielsweise Sprit und Heiz├Âl noch teurer werden, sprachen alle drei Kanzlerkandidaten lieber nicht an. CDU-Kandidat Laschet redete die finanzielle Mehrbelastung weg, indem er verlautbarte: ÔÇ×Wir sagen den Menschen vor allem, dass ihr Leben besser wird.ÔÇť

Zuvor hatte Baerbock Verbote sogar als ÔÇ×InnovationstreiberÔÇť dargestellt. Dass ein freier Markt Innovationen deutlich st├Ąrker beg├╝nstigt als Verbote, hat sich m├Âglicherweise nicht in der ganzen Republik herumgesprochen.

Als die Gr├╝ne Kanzlerkandidatin aufgefordert wurde, sich zu dem T├╝binger Oberb├╝rgermeister Boris Palmer zu ├Ąu├čern, sprach sie in dem Kontext ├╝ber Halle, Hanau und die NSU-Morde. Innerparteiliche Einigkeit sieht anders aus.

Inhaltliche N├Ąhe zwischen den Kanzlerkandidaten

Als dann nach einiger Zeit tats├Ąchlich ├╝ber Inhalte geredet wurde, wurde deutlich, warum keiner der drei Kanzlerkandidaten w├Ąhlbar ist: Beispielsweise bei den Themen Corona und Impfen bliesen Laschet, Scholz und Baerbock ins gleiche Horn. Selbst beim Thema Klimaschutz liegen sie n├Ąher beieinander, als sie vielleicht zugeben w├╝rden.

Lediglich beim Thema Rente traten inhaltlich deutlichere Meinungsunterschiede zutage. W├Ąhrend Olaf Scholz jungen Menschen eine Rentengarantie geben m├Âchte, sprach sich Armin Laschet daf├╝r aus, mit den Rentenkommissionen partei├╝bergreifend ├╝ber die Rente zu sprechen. Demnach waren auch hier keine konkreten Aussagen zu erwarten.

Deshalb am 26. September AfD w├Ąhlen!

Nur, wer am 26. September die AfD w├Ąhlt, bekommt mehr als Sch├Ânf├Ąrberei und Politikerphrasen. Die AfD steht f├╝r klare Positionierungen, einen echten politischen Wandel und k├Ąmpft f├╝r Deutschland. Aber normal.

TM

TV-Triell: Sch├Ânf├Ąrberei und Wegducken vor unangenehmen Wahrheiten Zuletzt aktualisiert: 13.09.2021 von Team M├╝nzenmaier
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Ein Kommentar

  • Volker Witte 13 / 09 / 2021

    Keine Ahnung welches Triel Sie gesehen haben aber das auf ARD und ZDF kann es nicht gewesen sein.

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