Sekund├Ąrmigration: 1000 Migranten kommen monatlich aus Griechenland

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Im Schatten der medial alles ├╝berschattenden Corona- und Lockdown-Krise schwellen in Deutschland weiter schwerwiegend Migrationsprobleme. Laut eines Medienberichts vom Wochenende kommen monatlich rund 1000 Menschen aus Griechenland in die Bundesrepublik und lassen sich hier nieder, obwohl diese bereits dort als ÔÇ×Fl├╝chtlingeÔÇť anerkannt worden sind. Diese Sekund├Ąrmigration geschieht laut Bundespolizei in einem gro├čen Umfang mit dem Flugzeug. Die politischen Verantwortungstr├Ąger tun nichts dagegen.

Migranten str├Âmen nach Mitteleuropa

Allein im Januar und Februar dieses Jahres stellten knapp 2100 Migranten Asylantr├Ąge beim Bundesamt f├╝r Migration und Fl├╝chtlinge (BAMF), obwohl sie bereits in Griechenland einen Schutzberechtigtenstatus innehatten. Dies teile die Beh├Ârde in einer Pressestimme mit. Schon 2020 konnten laut Angaben des BAMF 7100 Asylbewerber in der Bundesrepublik festgestellt werden, denen schon bei den Griechen Schutz zuerkannt wurde. Nach S├╝dosteuropa wurden die Menschen trotzdem nicht zur├╝ckgebracht. Die ausbleibende R├╝ckf├╝hrung begr├╝ndet das BAMF damit, dass die Entscheidung von bereits in Griechenland Schutzberechtigten ÔÇ×r├╝ckpriorisiertÔÇť wurde. Aus aufenthaltsrechtlicher Sicht seien sie aufgrund ihres Schutzstatus privilegiert, teilt das Ministerium mit.

Abschiebungen nach Griechenland gestalten sich schon seit Jahren problematisch. In den letzten drei Jahren konnten insgesamt nur 30 Asylbewerber dorthin zur├╝ckgebracht werden. Ein Gerichtsurteil von Januar k├Ânnte daf├╝r sorgen, dass diese Praxis in Zukunft ganz stillgelegt wird. In Griechenland drohe den Migranten Obdachlosigkeit und eine unmenschliche Behandlung, hie├č es aus dem Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen.

Schwierige Rechtslage

Das Gerichtsurteil aus M├╝nster d├╝rfte den Migrationsdrang aus Griechenland nach Deutschland noch einmal verst├Ąrken. Diese Bedenken ├Ąu├čerte die Bundespolizei und sprach in diesem Zusammenhang von einem ÔÇ×erheblichen neuen Pull-FaktorÔÇť. Die Sekund├Ąrmigration nehme allein aufgrund der besseren Lebensbedingungen in der Bundesrepublik ÔÇ×in der TendenzÔÇť zu. Zur Einreise werde h├Ąufig der Flugweg gew├Ąhlt, auch ├╝ber den Umweg Warschau.

Erlaubt ist der Weg nach Deutschland aufgrund der aktuellen europ├Ąischen Rechtslage. Festgeschrieben ist, dass ein in einem Staat der Europ├Ąischen Union anerkannter Fl├╝chtling in andere Mitgliedsstaaten reisen und sich dort 90 Tage pro sechs Monate aufhalten darf. Oftmals nutzen die Migranten dieses Schlupfloch, um erneut Asyl in Deutschland zu beantragen und sich so bessere Lebensbedingungen zu sichern.

Flugmigration und kein Ende in Sicht

Die bestehende g├╝nstige Rechtslage f├╝r Migranten verl├Ąuft parallel mit dem gleichzeitigen Nichts-Tun der Bundesregierung. Dieser Zustand und gleichzeitige Stillstand erm├Âglichen weiter eine problemlose sekund├Ąre Einwanderung aus Griechenland. Der von der Bundespolizei ge├Ąu├čerte ÔÇ×Pull-EffektÔÇť d├╝rfte sich noch verst├Ąrken, wenn die Praxis einer gr├Â├čeren Gruppe Migranten in S├╝dosteuropa bekannt wird. Leider verschlie├čt die Bundesregierung den Blick auf dieses wachsende Problem.

TM

Sekund├Ąrmigration: 1000 Migranten kommen monatlich aus Griechenland Zuletzt aktualisiert: 08.03.2021 von Team M├╝nzenmaier
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Ein Kommentar

  • DerIngenieur 08 / 03 / 2021

    Fr├Âhlicher Migrantenstadl Deutschland.

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