„Radikaler Wellenbrecher“: Göring-Eckardt fordert harten Lockdown

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“Die Äußerungen von Bundes- und Fraktionsvorstand empfinde ich als unnötig nah am Kurs der Regierung”.

Ende Januar hat das GrĂŒnen-Urgestein Hans-Christian Ströbele deutliche Kritik am politischen Kuschelkurs seiner Partei mit der Bundesregierung geĂŒbt. Es höre sich viel zu schonend an, was die GrĂŒnen in Zeiten des Corona-Virus gegen die politischen VerantwortungstrĂ€ger aufbringen. Egal ob Infektionsschutzgesetz, harter Lockdown oder weitere restriktive Maßnahmen zulasten der BĂŒrger: Im Schatten von Union und SPD agiert BĂŒndnis 90 schon lange als dritte Regierungspartei, die alle BeschlĂŒsse nahezu kritiklos mittrĂ€gt.

Im GesprĂ€ch  mit einem großen deutschen Nachrichtenmagazin hat die GrĂŒnen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt nun sogar fĂŒr eine VerschĂ€rfung des ohnehin schon harten Corona-Kurses der Bundesregierung plĂ€diert. Es brauche „jetzt einen radikalen Wellenbrecher“, es dĂŒrfe „nicht noch mehr wertvolle Zeit“ verloren gehen.

Göring-Eckardt: Verpflichtende Tests und einheitlicher Stufenplan

Allen voran in der Wirtschaft und Arbeitswelt sieht die 54-JĂ€hrige Chancen fĂŒr eine weitere Reduzierung von Kontakten. Der Infektionsschutz mĂŒsse dort „auf ein Maximum hoch“, die Risikokontakte „auf ein Minimum runter“ und das Homeoffice-Angebot weiter ausgebaut werden. In allen Wirtschaftsbereichen, in denen PrĂ€senzarbeit erforderlich ist, fordert die Fraktionschefin der GrĂŒnen im Bundestag ein „kontrollierbares und vor allem verpflichtendes Testregime.“ DafĂŒr brauche es nicht einmal die von NRW-MinisterprĂ€sident Armin Laschet ins GesprĂ€ch gebrachte vorgezogene MinisterprĂ€sidentenkonferenz oder den Bundestag. Mit Blick auf die Zukunft plĂ€dierte die Bundestagsabgeordnete fĂŒr einen „verbindlichen bundeseinheitlichen Stufenplan“, der vom Infektionsschutzgesetz abgedeckt und „vom Bundestag beschlossen“ werde. FĂŒr eine Sondersitzung im Bundestag stĂŒnde die GrĂŒnen-Fraktion jederzeit bereit, so Göring-Eckardt.

Weidel: „Gebt den BĂŒrgern die Freiheit zurĂŒck!“

Die AfD als grĂ¶ĂŸte Oppositionspartei im Bundestag sieht eine weitere Lockdown-VerlĂ€ngerung, wie jĂŒngst auch der neue CDU-Bundesvorsitzende Laschet gefordert hatte, kritisch. Alice Weidel, Bundestagsfraktionsvorsitzende, verwies auf den Stanford-Professor John Ioannidis, der in Forschungsergebnissen eine Corona-Sterblichkeitsrate von 0,15 % errechnet hatte. „99,85% der Erkrankten sterben nicht. Das sollte man im Hinterkopf haben, wenn #laschetdenkt, ein #BrĂŒckenlockdown hĂ€tte irgendeinen Sinn. Gebt den BĂŒrgern die Freiheit zurĂŒck!“ forderte Weidel auf ihrem Twitter-Account.

TM

„Radikaler Wellenbrecher“: Göring-Eckardt fordert harten Lockdown Zuletzt aktualisiert: 06.04.2021 von Team MĂŒnzenmaier
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Kommentare

  • Karsten MĂŒller 06 / 04 / 2021

    Die gesamte Regierung fordert nur noch Testpflicht und Impfpflicht ansonsten hat sie keinen anderen Plan um aus dem Nervigen Lockdowns zu kommen.
    Und alles was die AfD schon seit Anfang der ersten Welle sagt, wird ĂŒberhört und totgeredet. Doch so ist das nun einmal in einer Diktatur .

  • Herbert Brichta 06 / 04 / 2021

    Man muß sich mittlerweile schĂ€men, ein Angehöriger dieses deutsches Volkes zu sein, welches in seiner Mehrheit aus Masken-Lemmingen besteht, denen diese unsinnigen Lock-downs immer noch nicht weit genug gehen. Man komme mir nicht mit der gezielten Panikmache durch Staat und Medien: Wer nach ĂŒber einem Jahr Corona-Regime noch immer nichts dazugelernt hat, verdient es auch nicht besser. Leider gehört die Minderheit der wenigen Aufrechten, die in Stuttgart und Kassel unverdrossen auf die Straße gehen zu denen, die unter der Ignoranz der Mehrheit mit zu leiden haben. Vielleicht sollte man das Land nicht nur intellektuell spalten sondern auch geographisch – einen Teil fĂŒr die Corona-GlĂ€ubigen, den Rest fĂŒr die freiheitsliebenden Deutschen. Ich bin bereit umzuziehen!

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