Nervig, Narzisstisch, Neubauer: Der TV-Auftritt der Deutschland-Greta

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Wer bisher dachte, dass Markus Lanz der anstrengendste Teilnehmer seiner eigenen Talkshow ist, sah sich am Mittwochabend ausnahmsweise eines Besseren belehrt. Denn nicht der nimmermüde Meinungsmacher des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, sondern die Klimaaktivistin Luisa Neubauer, wohl mit einem Abonnement für deutsche Talkshows ausgestattet, zeigte einen unfassbar arroganten Auftritt und nervte die Fernsehzuschauer mit einer unvergleichlich besserwisserischen und belehrenden Art. Dabei war die ZDF-Talkrunde mit Gästen besetzt, welche alle einiges zu sagen gehabt hätten. So die Unternehmerin Sarna Röser sowie der mittlerweile ergrünte Möchtegern-Kanzler Friedrich Merz, welcher im weiteren Verlauf der Sendung eine mehr als schlechte Figur abgab. Leider ergriff die vorlaute Deutschland-Greta, welche aufgrund ihres großen Reiseumfangs wohl einen ähnlichen CO2-Abdruck wie ein Lufthansa-Pilot hat, mehr und mehr das Wort und drängte sich in den Mittelpunkt des Sendungsgeschehens.

Zuerst Einigkeit, dann großer Zoff

Zum Anfang der Sendung wurde zuerst das Thema Donald Trump abgehandelt. Selbstverständlich stimmten alle Gäste in die Mainstreammeinung ein und schimpften auf den  bösen Präsidenten der Vereinigten Staaten. Allen voran Merz, welcher in letzter Zeit auffällig die Nähe zu grünen Öko- und Moralistenideen sucht, nahm die Einladung zur Imagepflege dankend an und bezeichnete die Präsidentschaft Trumps als furchtbar. An dieser Stelle sollte der ruhige Werbeabend für Merz jedoch enden und sich die Sendung in eine andere Richtung entwickeln. Neubauer ergriff das Wort, attackierte den völlig überforderten Ex-BlackRock-Aufsichtsrat und unterstellte ihm politische Farbspielerei in Krisenzeiten. Nach dieser schlüssigen Feststellung wurde der Auftritt der Geographie-Studentin jedoch immer kruder.

Neubauers radikaler Klimaschutz

Neubauer, welche in der Vergangenheit noch nie einer geregelten Arbeitstätigkeit nachging, holte anschließend zum grün-ideologischen Rundumschlag aus. Zuerst stellte die Hamburgerin fest, dass es nicht noch mehr Politiker bräuchte, die die Klimaproblematik nicht zu Ende denken würden. Danach stellte sie fest, dass die CO2-Bepreisung sofort um 50 bis 70 Euro angehoben werden müsse, wenn die Klimaziele marktwirtschaftlich gelöst werden sollen. Den Widerspruch aus der Runde, dass ein Auto für eine Familie weiterhin leistbar sein müsse, erwiderte die grüne Aktivistin: „Das Günstigste, was man jetzt machen kann, ist radikaler Klimaschutz.“ Weiter argumentiert Neubauer, dass Deutschland als reiches Land beim Klimaschutz als gutes Beispiel vorangehen und eine Art Vorreiterrolle einnehmen müsse. Hinzu zeigte sie beim Thema Aufforstung klar, wie radikal die Denkweise der FridaysforFuture-Aktivisten mittlerweile ist:

“Aufforstung muss betrieben werden – so oder so. Aber zusätzlich. Ich glaube, wir müssen hier mal ein bisschen klar werden: Wir wollen kein Klimaschutz betreiben so’n bisschen larifari wo es so passt, sondern eine vollständige wirtschaftliche Dekarbonisierung weltweit bis 2050, in Europa deutlich früher, in Deutschland deutlich früher.”

Im weiteren Verlauf kritisierte Neubauer noch den Kohleausstieg, welcher nach ihrem Ermessen schlecht verhandelt wurde und verdeutlichte darüber hinaus, wie wenig die grünen Berufs-Aktivisten vom normalen Arbeitsleben wissen. Laut Neubauer sei die Arbeitsplatzargumentation, mit welcher immer wieder Klimamaßnahmen verhindert würden, eine Hinauszögerung einer ohnehin stattfindenden Transformation. Anschließend sprach sie noch vollmundig eine Drohung in Richtung der politischen Parteien aus:

“Wenn Sie das mit dem Klima an sich nehmen wollen, überlegen Sie sich, ob Sie Paris einhalten wollen, denken Sie die Konsequenzen mit. ‘Fridays for future’ plant den nächsten globalen Klimastreik und wir sind mehr als gewillt, die nächste Bundestagswahl zu einer Wahl zu machen, bei der niemand an der Klimafrage vorbeikommt. Ich mein das ernst.”

Entscheidend seien einzig und allein die „blanken Emissionen“. Deutschland-Greta hat gesprochen.

Weltfremde Weltverbesserer-Studentin ohne Arbeitserfahrung

Der Auftritt von Luisa Neubauer bei Markus Lanz zeigt einmal mehr, wie der heutige, grüne Klimaaktivist gestrickt ist: Meist aus gutem Elternhaus und ohne Arbeitserfahrung ausgestattet, werden belehrende Worte an die Bevölkerung gerichtet und ideologisch geprägte sowie völlig unrealistische Forderungen formuliert. Falls diese Forderungen nicht erfüllt werden sollten, folgen Drohungen und Beleidigungen gegen Andersdenkende. Den kruden Klimazielen werden hierbei alle weiteren gesellschaftlichen Probleme untergeordnet. Dabei fürchten gerade Millionen von Bürgern in Folge der schlimmsten Wirtschaftskrise seit 1929 um ihre Arbeit und wissen teilweise nicht mehr, wie sie ihre Rechnungen bezahlen können. Der in ihren Augen kümmerliche Pöbel hat in der Welt einer Luisa Neubauer jedoch scheinbar keinen Platz. Während sie mit Staatschefs posiert und durch die Welt jettet, haben Millionen Deutsche existenzielle Probleme und scheren sich wenig um erhobene CO2-Werte. Diese alltäglichen Probleme hat die Studentin wohl noch nie erleben müssen und lebt in ihrer grünen, steuer- und arbeitsfreien Seifenblase weiter.

TM

Nervig, Narzisstisch, Neubauer: Der TV-Auftritt der Deutschland-Greta Zuletzt aktualisiert: 01.07.2020 von Team Münzenmaier
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Völker
1 Monat zuvor

Dieses vorlautes Mädchen sollte es mal mit Arbeit versuchen, anstatt die Leute zu belehren.ein unmöglich er Auftritt.