Nachbetrachtung zu den Landtagswahlen in Brandenburg & Sachsen

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Gestern blickte die ganze Republik auf Sachsen und Brandenburg. Es best├Ątigte sich das, was sich bereits in den letzten Wochen abgezeichnet hatte: Die AfD hat bei beiden Landtagswahlen enorme Zuw├Ąchse erreichen k├Ânnen. Laut vorl├Ąufigem amtlichen Endergebnis liegen wir in Brandenburg bei 23,5 % und in Sachsen bei 27,5 %. Das bedeutet, jeder 4. hat die AfD gew├Ąhlt. Dementsprechend lang waren die Gesichter der Altparteienvertreter. Fassungslos dar├╝ber, dass der Osten des Landes nicht bereit ist, ihre verfehlte Politik tatenlos an sich vor├╝bergehen zu lassen. Im Gegenteil: Der Osten stand auf und wehrte sich!

Der Widerstandsgeist von 1989 ist noch da!

Ich selbst habe an einigen Wahlkampfveranstaltungen in Sachsen und Brandenburg teilgenommen und konnte dort viele interessante Gespr├Ąche mit verschiedenen B├╝rgern f├╝hren. Gerade bei den Kundgebungen wurde mir klar vor Augen gef├╝hrt, dass der Geist, welcher zur friedlichen Revolution in der ehemaligen DDR f├╝hrte, noch lange nicht verschwunden ist.

Ich blickte in mutige und entschlossene Gesichter stolzer Sachsen und Brandenburger. Menschen, denen am Herzen liegt, wie Ihre Heimat in 5, in 10 oder in 20 Jahren aussieht. Menschen, die daf├╝r k├Ąmpfen, dass dieses Land nicht von den Altparteien abgewirtschaftet und von massenhafter, illegaler Migration so entstellt wird, dass es f├╝r Ihre Kinder nicht mehr lebenswert sein wird.

Wenn die ├Âffentlich-rechtlichen Medien auf die B├╝rger von Sachsen und Brandenburg blicken, dann bem├╝hen sie oft das Bild der ÔÇ×Abgeh├ĄngtenÔÇť, derjenigen die Demokratie noch nicht verstanden haben, oder auch der fremdenfeindlichen Asozialen. Eine absolute Unversch├Ąmtheit und Zeugnis von Arroganz westdeutscher Eliten in den Medienanstalten. Ebenso falsch ist die Behauptung, die Menschen in Sachsen und Brandenburg w├Ąren ÔÇ×├ĄngstlichÔÇť und die AfD w├╝rde diese ÔÇ×├ängsteÔÇť nur sch├╝ren und damit auf fruchtbaren Boden treffen.

Nein, Angst konnte ich weder bei Sachsen noch Brandenburgern sp├╝ren. Daf├╝r aber haben sich die Menschen im Osten einen gesunden, kritischen Blick auf die Herrschenden bewahrt. Dort wird aus der Erfahrung in der DDR mit gr├Â├čerer Skepsis auf die wohligen Worte der regierenden Altparteien geblickt. Unsere ostdeutschen Freunde haben sich wesentlich feinere Antennen f├╝r staatliche Bevormundung und f├╝r dogmatische, realit├Ątsferne Politik bewahrt. Ebenso zeigen sie sich resistenter gegen den Versuch der Leitmedien, den B├╝rgern vorzuschreiben, was sie zu denken und zu sagen haben. Als ehemalige B├╝rger eines sozialistischen Unterdr├╝ckungssystems wissen sie aus eigener Erfahrung nur zu gut, wie leicht Medien staatlich missbraucht und kontrolliert werden k├Ânnen um den B├╝rgern ein abwegiges Zerrbild eines Staates unterzujubeln.

Die vielen Stimmen dieser kritischen B├╝rger sind der AfD Auszeichnung und Verpflichtung zugleich. Mit dem starken Mandat wird die AfD in beiden Landtagen die Stimme der Klardenker und Patrioten sein. Auch wenn es dem Altparteienkartell missf├Ąllt, den Ostdeutschen ist es klar, dass nur die AfD die w├╝rdige Tradition von kritischem und freiheitlichem Geist hochh├Ąlt und deswegen die Sympathien der Menschen genie├čt, die sich seit dem 17.Juni 1953 gegen staatliche Unterdr├╝ckung und Gehirnw├Ąsche wehren.

Getroffene Hunde bellen

W├Ąhrend des Wahlabends verloren viele Medienschaffende und Politiker der Altparteien v├Âllig die Fassung. Schon vor der Wahl wurde beharrlich der linksradikale Narrativ, die AfD sei eine ÔÇ×rechtsextreme ParteiÔÇť, st├Ąndig bem├╝ht. Gerade die Journalisten der vermeintlichen Leitmedien konnten gar nicht fassen, dass die Brandenburger und Sachsen eben keine stummen Empf├Ąnger ihrer Agenda sind, sondern m├╝ndige B├╝rger, die sich nicht erz├Ąhlen lassen, die AfD als b├╝rgerliche Opposition sei gleichzusetzen mit Rechtsradikalen oder gar Nazis.

Apropos b├╝rgerlich. Einer der Aufreger des Abends f├╝r die Medienlandschaft war eine Frage der Moderatorin Wiebke Binder. Diese hatte in einem Gespr├Ąch mit dem CDU-Mann Marco Wanderwitz darauf hingewiesen, dass ÔÇ×eine stabile Zweierkoalition, eine b├╝rgerliche, ja theoretisch mit der AfD m├Âglich w├ĄreÔÇť. Die AfD als b├╝rgerlich bezeichnen? Die Emp├Ârung der Kollegen folgte auf dem Fu├č. Da wagte es doch eine Moderatorin tats├Ąchlich aus dem g├Ąngigen Sprachgebrauch der Mainstream-Medien auszuscheren und lieferte zugleich den Beleg, dass ÔÇ×falscheÔÇť Formulierungen immer noch schnell zur verbalen Hinrichtung f├╝hren k├Ânnen.

Der eigentliche Skandal des Wahlabends, dass n├Ąmlich w├Ąhrend des Statements von Katrin G├Âring-Eckhardt auf der Wahlparty der Gr├╝nen im Hintergrund eine kommunistische Kampfhymne der SED gesungen wurde, blieb hingegen weitgehend unbeachtet. Selbstentlarvend, wie G├Âring-Eckhardt davon schwadronierte, die AfD spalte das Land, w├Ąhrend gleichzeitig auf der Wahlparty SED-Lieder gegr├Âlt und damit auch Mauerm├Ârder verherrlicht werden. Besonders geschmacklos ist, dass dies w├Ąhrend einer Wahlfeier in Bundesl├Ąndern, die unter Teilung und SED-Diktatur zu leiden hatten, geschieht.

Der Wahlsieg der CDU in Sachsen ÔÇô ein Pyrrhus-Sieg

Die CDU in Sachsen hat gerade noch die Wahl gewonnen.  Doch schon kurz nach dem Wahlabend zeigten sich bei der CDU in Sachsen erste Spaltungserscheinungen. Die ÔÇ×Werte-UnionÔÇť veranstaltete eine eigene Wahlparty und lie├č schon fr├╝h verlauten, dass sie nicht angetreten sind, um eine ÔÇ×Koalition unter Beteiligung der linksradikalen Gr├╝nenÔÇť zu erm├Âglichen.

Die Altparteien stehen geschlossen gegen die AfD. Und genau diese Selbstentlarvung werden die B├╝rger in diesem Land in den kommenden Jahren nur allzu deutlich in Brandenburg und Sachsen beobachten k├Ânnen. Die AfD wird jetzt eine sachliche und harte Oppositionsarbeit leisten und dem Altparteienblock als Anwalt der B├╝rger ordentlich Dampf machen.

Best├Ąrkt in den Wahlkampf von Th├╝ringen

Die starken Wahlergebnisse sind wahrlich ein Grund zum Feiern. F├╝r uns als AfD gilt es aber schon einen Tag danach wieder: Anpacken! Am 27. Oktober ist in Th├╝ringen die n├Ąchste Landtagswahl. Gest├Ąrkt durch das ausgezeichnete Ergebnis der gestrigen Wahl bleiben wir nat├╝rlich am Ball und arbeiten daran, dass auch Bodo Ramelow und die Th├╝ringer Altparteien ihr blaues Wunder erleben. Unsere Freunde der AfD Sachsen und Brandenburg werden das gigantische Vertrauen der W├Ąhler in die praktische, parlamentarische Arbeit umsetzen. Und auch wir in den westlichen Bundesl├Ąndern k├Ąmpfen mit Herzblut daf├╝r, dass wir bald ├Ąhnliche Wahlergebnisse wie in Brandenburg und Sachsen einfahren. Diese Herausforderung nehme ich gemeinsam mit Ihnen gerne an.

Ihr Sebastian M├╝nzenmaier

 

Nachbetrachtung zu den Landtagswahlen in Brandenburg & Sachsen Zuletzt aktualisiert: 02.09.2019 von Team M├╝nzenmaier
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Kommentare

  • Hartmut Rencker 03 / 09 / 2019

    Gute Analyse. Aufrechte B├╝rger haben aufrichtig gew├Ąhlt. Das Signal ist so stark, dass ich nicht in den Kr├╝meln suchen will. Das stolze Wahlergebnis finde ich gesamtstaatlich und parteipolitisch gerade richtig. L├Ąngst gibt es Nachdenkliche bei den Etablierten, die sich zunehmend vom Dogma der ├ächtung der AfD l├Âsen. Andererseits ist es vielleicht besser, ordentlich Opposition machen zu k├Ânnen als in der schwierigen Regierungsverantwortung den Sumpf trockenlegen zu m├╝ssen.

  • Andrea Haberl 02 / 09 / 2019

    Sehr geehrter Herr M├╝nzenmaier
    Erstmal gratuliere ich der AFD zu diesen Wahlergebnissen und freue mich sehr das der Osten die Augen vor der Realit├Ąt nicht verschlie├čt. Aber ich muss Herrn Franke zustimmen, denn ich weiss pers├Ânlich das letztes Jahr bei den Landtagswahlen bei uns in Bayern die Wahlhelfer aufgerufen w├╝rden, Stimmen der AFD auf die Altparteien zu verteilen. Das hab ich auch schon mehrmals kommentiert, aber nat├╝rlich nur Beschimpfungen daf├╝r erhalten. Trotzdem werde ich es auch weiter an die Menschen tragen, denn das ist nunmal die traurige Wahrheit auch wenn das den Altparteien nicht gef├Ąllt. Ich dr├╝cke ganz fest die Daumen das Th├╝ringen noch einen drauf setzt. Ich w├╝nsche Ihnen und allen von der AFD weiterhin alles Liebe und gute. Holen wir uns unser Land zur├╝ck. Viele Gr├╝├če aus Bayern

  • Gerhard Franke 02 / 09 / 2019

    Lieber Herr M├╝nzenmaier,
    was macht Sie eigentlich sicher, dass bei der Stimmen-Ausz├Ąhlung nicht doch manipuliert worden ist, Alle Wahlprognosen gingen noch bis kurz vor dem Wahltermin mindestens von einem “Kopf an Kopf-Rennen” aus, m├Âglicherweise sogar zu einer ├ťberholung durch die AfD. Da soll pl├Âtzlich ein Stimmungswandel zugungst der Alt-Parteien in Form einer rasanten Aufholjagd stattgefunden haben ? Wer┬┤s glaubt wird selig,
    Die versuchten bzw. ja auch durchgef├╝hrten Manipulation um die Abgeordneten Pl├Ątze sprechen da wohl eine andere Sprache und deuten wohl an, dass man nichts unversucht lassen wird !

  • Steinweg 02 / 09 / 2019

    Die ├Âffentliche Verachtung der Demokratie durch die Politische Klasse. Genau wie in den USA. Selbst Journalisten sehen sich nur noch als Handlanger. Beindruckend, dass es ├Âffentlich nicht einen sprachlichen Ausrutscher gibt.

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