Mohring will mit Ramelow – Gauck soll vermitteln

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Wie hatten sich die CDU-Funktionäre Annegret Kramp-Karrenbauer und Paul Zimiak damals noch empört als der Thüringer CDU-Chef Mike Mohring nach der Wahl eine Koalition mit der Linkspartei erwogen hat? Nun kommt neue Bewegung in die Sache, denn das Wahlergebnis in Thüringen lässt wegen des Erfolges der AfD kaum andere Regierungskoalitionen zu.

Dass der CDU ihre vorherigen Wahlversprechen, nicht mit der Linkspartei zusammenzuarbeiten, egal sind, war absehbar. Mohring zeigt sich nun erneut offen für eine Koalition mit dem strammen Linken Ramelow. „Projekt-Regierung“ soll es aber anstatt „Koalition“ heißen – ein rhetorischer Taschenspielertrick. Als „Vermittler“ bringt Mohring den ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck ins Spiel.

Ein mehr als durchsichtiges Manöver, denn auch wenn die Zusammenarbeit neu betitelt und ein Bundespräsident a.D. die Verhandlungen begleiten würde, dann bleibt es dennoch eine Regierungskoalition aus Linkspartei und CDU.

Dementsprechend nervös sind die Reaktionen aus der Bundes-CDU. Obwohl es schon allzu deutlich ersichtlich ist, dass der CDU jedes Mittel Recht ist, um an der Macht zu bleiben, so wollen doch viele den letzten Beleg dafür nicht liefern. Es wird vor allem auf einen Parteitagsbeschluss, in dem eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei ausgeschlossen wird, verwiesen.

Die Bürger werden sehr wohl registrieren, dass Mohring das Angebot der Thüringer AfD ausgeschlagen hat, scheinbar um mit den SED-Erben der Linkspartei ins Bett zu steigen. Bei der nächsten Wahl dürfen sich dann die Genossen Ramelow und Mohring warm anziehen.

TM

 

Mohring will mit Ramelow – Gauck soll vermitteln Zuletzt aktualisiert: 09.01.2020 von Team Münzenmaier
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