Medienskandal! Geschnittenes Ibiza-Video f├╝r den Staatsstreich?

Medienskandal! Geschnittenes Ibiza-Video f├╝r den Staatsstreich?

Der 15. Oktober 2017 bedeutete den Beginn einer neuen ├ära in der politischen Geschichte unseres Nachbarlandes ├ľsterreich. Als die ersten Hochrechnungen der Nationalratswahlen eintrafen, brandete allen voran bei der Freiheitlichen Partei ├ľsterreichs, der konservativen Kraft im Land, gro├čer Jubel auf. Beinahe 26 Prozent der Stimmen hatte die Heimatpartei gewinnen k├Ânnen und sich somit selbst in eine regierungsf├Ąhige Position gebracht. Nur knapp sieben Wochen sp├Ąter stand dann fest, was sich viele patriotische B├╝rger der Alpenrepublik gew├╝nscht hatten: Die neue ├ľVP-FP├ľ Bundesregierung um Kanzler Sebastian Kurz und Vize-Kanzler Heinz-Christian Strache zog als t├╝rkis-blaues B├╝ndnis in die Wiener Hofburg ein. Der ├Âsterreichische Bundespr├Ąsident Alexander Van der Bellen ├╝bernahm die Ernennung und Vereidigung der konservativ-nationalen Regierung.

Ibiza-Aff├Ąre ÔÇô Ein Politskandal mit eklatanten Folgen

Eineinhalb Jahre sp├Ąter ersch├╝tterte dann der wohl gr├Â├čte Politskandal in der Geschichte ├ľsterreichs die Republik. Am 17. Mai 2019 ver├Âffentlichten die deutschen Online-Medien S├╝ddeutsche.de und Spiegel Online die Ausschnitte einer heimlich aufgezeichneten Videoaufzeichnung aus dem Sommer 2017, welche f├╝r den Sturz der Regierung sorgen sollten. In dem knapp f├╝nfmin├╝tigen Ausschnitt zu sehen sind die ehemaligen FP├ľ-Spitzenpolitiker Strache und sein Parteikollege Johann Gudenus, welche in einer Finca in Ibiza einer vermeintlichen Oligarchennichte ├╝ber finanzielle Unterst├╝tzung im Wahlkampf diskutiert hatten. Bekannt wurde anschlie├čend, dass die Politiker von einem bis heute unbekannten Auftraggeber mit falschen Versprechungen in eine inszenierte Falle gelockt worden waren. Die ver├Âffentlichten Sequenzen, welche die engagierten Schauspieler perfekt inszenierten, hatten hierbei klar den Eindruck von Bestechlichkeit und Korrumpierbarkeit auf Seiten der FP├ľ-Politiker erweckt. Nur einen Tag nach der Ver├Âffentlichung traten die Beteiligten von ihren politischen ├ämtern und Parteifunktionen zur├╝ck, die t├╝rkis-blaue Regierung wurde durch Kanzler Sebastian Kurz aufgel├Âst. Die sog. Ibiza-Aff├Ąre kostete die national-freiheitliche Kraft die Regierungsbeteiligung und bei der anschlie├čenden Neuwahl fast zehn Prozent der Stimmen.

Nun ist es wom├Âglich zu einer ├╝berraschenden Wende im Ibiza-Skandal gekommen. Durch eine Akteneinsicht des Rechtsanwalts von Heinz-Christian Strache ist eine Abschrift von weiteren f├╝nf Minuten des Videos ver├Âffentlicht worden, in welcher sich der Ex-Vizekanzler klar gegen unlautere Angebote zur Wehr setzt und mehrfach betont, keine illegalen Gesch├Ąfte abschlie├čen zu wollen. Zuerst berichtet hatte dar├╝ber in Deutschland das Nachrichtenmagazin Welt, in unserem Nachbarland die ÔÇ×Tageszeitung ├ľsterreichÔÇť.

Vieles deutet nun darauf hin, dass die beiden deutschen Medienh├Ąuser des Spiegels und der S├╝ddeutschen besagte Sequenzen gezielt zur├╝ckhielten, um einen Regierungssturz der konservativen Regierung zu bewirken. Ein neuer Abgrund des rot-gr├╝nen L├╝ckenjournalismus in Deutschland?

Entlastung f├╝r Strache und Gudenus?

Die neu ver├Âffentlichten Textstellen aus den Akten der Staatsanwaltschaft sprechen hierbei eine eindeutige Sprache und zeigen klar auf, dass Strache und Gudenus grunds├Ątzlich ablehnten, illegale Gesch├Ąfte mit der mutma├člichen Milliard├Ąrstochter abzuschlie├čen. In einem der ver├Âffentlichten Gespr├Ąchsausschnitte legt einer der engagierten Fallensteller einen klaren K├Âder und meint:

ÔÇ×Schau, sie will h├Âren: Ich bring 270 Millionen, innerhalb von so und so viel Zeitraum bekomme ich das zur├╝ck, und ihr bekommtÔÇśs das.ÔÇť

Der Ex-FP├ľ-Chef erwidert daraufhin:

Ja, aber das spieltÔÇśs nicht. [ÔÇŽ] No way, mach ich nicht. Und bei mir nur gerade Geschichten, ganz gerade GeschichtenÔÇť.

Auch auf die sp├Ątere Beschwichtigung des Lockvogels, dass solch kriminelle Angebote im Osten nichts Besonderes seien, antwortet Strache klar:

┬áÔÇ×Nein, nein. Aber jetzt sind wir ehrlich. Mit jedem anderen Schei├č machst du dich angreifbar, und ich will nicht angreifbar sein. Ich will ruhig schlafen. Ich will in der Fr├╝h aufstehen und sagen: Ich bin sauber.ÔÇť

Johann Gudenus pflichtet dem ehemaligen FP├ľ-Chef bei und betont seinerseits auch mehrmals, an keinen illegalen Gesch├Ąften beteiligt sein zu wollen.

Strache-Anwalt: Bewusste Benachteiligung

Johann Pauer, welcher Strache im offenen Verfahren vertritt, sprach in Medienberichten von einer bewussten Benachteiligung seines Mandanten bei der Auswahl der ver├Âffentlichten Sequenzen der Medienh├Ąuser. Strache selbst sagte zu den neuesten Erkenntnissen, dass bei der Videover├Âffentlichung h├Âchst manipulativ vorgegangen wurde. In Folge der Ver├Âffentlichung hatte der Ex-Vizekanzler immer wieder betont, sich gegen illegale Gesch├Ąfte gewehrt zu haben. Im Rundumschlag der Medien waren die Aussagen Straches aber v├Âllig untergegangen.

Medienmanipulation f├╝hrt zu Regierungssturz?

Die neu ver├Âffentlichten Textstellen aus dem ber├╝hmten Video geben den klaren Hinweis darauf, dass der Spiegel und die S├╝ddeutsche den Ibiza-Skandal mit dem nachfolgenden Presseecho durch eine geschickte Auswahl von Videomaterial mitinitiiert haben. Durch zwielichtige Bilderauswahl sollte die FP├ľ-F├╝hrung im Zwielicht der Korruption gezeigt und somit zu einem massiven Schaden der Partei beigetragen werden. Durch eine gezielt manipulative Auswahl von Videomaterial haben es die Medienh├Ąuser schlussendlich geschafft, eine ihr unliebsame Regierung zu st├╝rzen. Was man auch von Strache und Gudenus pers├Ânlich halten mag, sollte sich der Vorwurf der gezielten Manipulation verfestigen, hat ein Teil der Presse in Deutschland endg├╝ltig einen neuen Tiefpunkt erreicht. Die gef├Ąlschten Hitlertageb├╝cher im Stern sind im Vergleich zu dieser skandal├Âsen Praktik in Spiegel und S├╝ddeutscher ein kleiner Ausrutscher.

TM

 

Medienskandal! Geschnittenes Ibiza-Video f├╝r den Staatsstreich? Zuletzt aktualisiert: 22.08.2020 von Team M├╝nzenmaier

3 Replies to “Medienskandal! Geschnittenes Ibiza-Video f├╝r den Staatsstreich?

  • Heidi Walter

    By Heidi Walter

    Ist doch f├╝r die deutsche “L├╝ckenpresse” eine ihrer leichtesten ├ťbungen. Die drittklassigen Pasquillenschreiber sehen das als ihr t├Ągliches Brot und leider glaubt es der ├╝berwiegende Teil der B├╝rger. Nicht nur in Deutschland sondern ├╝berall. Selbst├Ąndiges Denken ist Mangelware. Das linke Spektrum, zu dem ich auch die CDU/CSU seit Machtergreifung Merkels z├Ąhle, will die Gesinnungshoheit und wird alles daran setzen, diese zu erlangen. Wer nicht politisch korrekt und stromlinienf├Ârmig mit schwimmt wird disqualifiziert, in die rechte Ecke geschoben oder mundtot gemacht. Wie sagte Olaf Scholz am 3. November 2002 in einem Interview mit dem Deutschlandfunk? ÔÇ×Die Regierung will mit dem Ausbau der Ganztagsbetreuung eine ‘kulturelle Revolution’ erreichen. Wir wollen die ÔÇ×Lufthoheit ├╝ber unsere KinderbettenÔÇť erobern!ÔÇť Nachtigall, ick h├Âr Dir trapsen oder Herr, wirf Hirn vom Himmel oder Steine. Hauptsache Du triffst. Ich hoffe jedoch, dass der Anwalt von H.C Strache diese beiden Schmnierbl├Ątter nach allen Regeln der Kunst verklagt und dieses vor der breiten ├ľffentlichkeit, damit wenigstens noch ein paar Schlafschafe aufwachen.

  • Team M├╝nzenmaier

    By Team M├╝nzenmaier

    Guten Tag,

    Die Passagen auf die sich der Bericht bezieht stammen aus einer Abschrift. Das Original-Video in ganzer L├Ąnge ist bis auf die belastenden Passagen nach wie vor nicht ver├Âffentlicht.

    Mit freundlichen Gr├╝├čen

    Team M├╝nzenmaier

  • Namenlos

    By Namenlos

    H├Ątte gerne das Video gesehen … aber nix da

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