“Klima.Neutral”: Klima-Propaganda des WDR

“Klima.Neutral”: Klima-Propaganda des WDR

„Die Klimakrise. Einfach erklĂ€rt, aber vielfĂ€ltig.“

Seit 13. Februar finden Nutzer der Online-Plattform Instagram ein neues Angebot, das offensichtlich ein junges Publikum ansprechen soll und sich rund um das Thema Klimaschutz dreht. „Klima.Neutral“ heißt der Kanal, den vier junge Reporter verwalten und der mit aufwendig produzierten Videos zum Verweilen einlĂ€dt. Bei genauerer Betrachtung der BeitrĂ€ge wird jedoch schnell klar, dass der Instagram-Auftritt nicht nur informiert, sondern auch eine gewisse Agenda verfolgt. „Bei der Klimakrise brennt es die ganze Zeit“ ist noch eine der harmloseren Bezeichnungen, die die jungen Moderatoren von sich geben. DarĂŒber hinaus gibt es AnstĂ¶ĂŸe zum Verzicht auf Fleisch und Plastik.

Finanziert wird der Klimasender ĂŒbrigens nicht von der GrĂŒnen-BundesgeschĂ€ftsstelle, sondern von allen Rundfunkbeitragszahlern. Der Kanal ist ein offizielles Projekt der WDR-Landespolitik.

Klima Aktivismus fĂŒr 17,50 Euro

Die AnkĂŒndigungen zum neuen Kanal wirken objektiv und harmlos: „Was hat die #Klimakrise mit mir zu tun? Und welche Maßnahmen der #Politik helfen wirklich?“ Vier Reporter wollen tĂ€glich Fragen zur Klimakrise nachgehen und diese den ĂŒberwiegend jungen Zuschauern einfach erklĂ€ren. Auf die angekĂŒndigte ErklĂ€rung folgt jedoch auf den zweiten Klick Weltuntergangsszenarien mit dramatischem Unterton:

„Geht uns sogar in Deutschland bald das Wasser aus? Oder werden wir von Plastik ĂŒberschwemmt?“

Schon wenige Sekunden spĂ€ter eine direkte Ansprache an die Zuschauer: „Was können wir alle gegen die Klimakrise tun?“

Dass der Kanal politisch nicht neutral bleibt, wird wenige Sekunden spĂ€ter klar. „Was macht die Politik eigentlich?“, fragt die Hintergrundstimme, wĂ€hrend Bilder von FridaysForFuture-Demonstrationen eingeblendet werden. Ebenso wird danach gefragt, ob Aktivismus ausreiche oder der Gang in die Politik notwendig sei, um etwas am Klima zu Ă€ndern.

Die Redakteure geben sich dabei betont jugendlich. Legere Kleidung, lustige Trinkspiele, verstrubelte und lange Haare. Bei einem genaueren Blick auf die öffentlichen Profile auf der Plattform wird jedoch schnell klar, dass der Lebensstil der Jungreporter nicht wirklich klimaneutral ist. Beispielsweise Frederik Fleig, einer der Hauptprotagonisten, gibt an, schon 55 LÀnder bereist zu haben.

Klima.Neutral: Wahlkampfhilfe fĂŒr die GrĂŒnen?

In den sozialen Netzwerken entbrannte in Folge der Eröffnung des Instagram-Auftritts die Debatte, ob die öffentlich-rechtlichen Medienanstalten mit ihrem neuesten Projekt Wahlkampfhilfe fĂŒr die GrĂŒnen betreiben. Klar ist, dass der WDR mit seiner Schwerpunktsetzung ein eindeutiges Signal setzt und die Klimakrise noch weiter in den Mittelpunkt der öffentlichen Debatte rĂŒckt. Einen Kanal zur Krise des Mittelstands oder zur Migration sucht der Zuschauer vergebens. Die kaum ĂŒbersehbare NĂ€he zu GrĂŒnen-nahen Bewegungen wie FridaysForFuture unterstreicht die politische Einflussnahme.

Wahlkampfhilfe fĂŒr die GrĂŒnen kostet heute wohl 17,50 Euro und ist nicht steuerlich absetzbar.

TM

“Klima.Neutral”: Klima-Propaganda des WDR Zuletzt aktualisiert: 22.02.2021 von Team MĂŒnzenmaier