Kein Ende der Hetztiraden: Wanderwitz diffamiert weiter Ostdeutsche

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Der Ostbeauftragte der Bundesregierung Marco Wanderwitz (CDU) hat in einem Interview erneut vor “Demokratiedefiziten” in Ostdeutschland gewarnt. Schon vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt war der 45-J├Ąhrige mit diffamierenden Aussagen gegen Ostdeutsche in die Kritik geraten.

Ostbeauftragter: Einige ostdeutsche Parlamente fast unregierbar

Marco Wanderwitz hat seine Kritik an vermeintlichen Demokratiedefiziten in Regionen in Ostdeutschland wiederholt. 30 Jahre nach der Wiedervereinigung w├╝rden dort ÔÇ×in erheblich gr├Â├čerem Ma├če als in den alten Bundesl├Ąndern eine rechtsextreme und eine nicht unzweifelhaft demokratische Partei am linken Rand gew├Ąhlt”, erkl├Ąrte der Bundestagsabgeordnete in einer Pressestimme. In diesem Zusammenhang bezeichnete der 45-J├Ąhrige einige ostdeutsche Parlamente als fast unregierbar. Hierbei d├╝rfte Wanderwitz allen voran auf Th├╝ringen anspielen, wo m├Âglicherweise Neuwahlen im Herbst durchgef├╝hrt werden und AfD und Linkspartei in aktuellen Umfragen jeweils zwischen 23 und 26 Prozent rangieren.

Wanderwitz: Demokratiegef├Ąhrdung durch Protestw├Ąhler

Wanderwitz beklagte zudem eine gro├če Anzahl an W├Ąhlern, die sagen, ÔÇ×ich habe was zum Protestieren, also w├Ąhle ich Extremisten.ÔÇť Eine solche Einstellung gef├Ąhrde die Demokratie: ÔÇ×Wenn in manchen D├Ârfern 30 Prozent AfD w├Ąhlen, ist es dort dann vielleicht auch schon Normalit├Ąt, dass der Jugendtrainer im Fu├čballverein ein Neonazi istÔÇť, so der CDU-Abgeordnete.

AfD als ÔÇ×BrunnenvergifterÔÇť

Der Sachse verteidigte seine harschen Aussagen mit dem Verweis auf angeblichen Extremismus: ÔÇ×Wer Extremisten w├Ąhlt, kann im Gegenzug nicht auch noch eine besonders liebevolle Ansprache erwarten”, so Wanderwitz, der die AfD indirekt als ÔÇ×BrunnenvergifterÔÇť diffamierte.

Kritik schon vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

Schon vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt war der 45-J├Ąhrige mit diffamierenden Aussagen gegen Ostdeutsche in die Kritik geraten. In einem Podcast erl├Ąuterte Wanderwitz Ende Mai, dass es Menschen in Ostdeutschland gebe, ÔÇ×die teilweise in einer Form diktatursozialisiert sind, dass sie auch nach 30 Jahren nicht in der Demokratie angekommen sind.ÔÇť Massive Kritik erntet Wanderwitz von Seiten der AfD. Bundessprecher und Spitzenkandidat Tino Chrupalla warf dem CDU-Mann damals vor, seine Landsleute zu beschimpfen.

TM

Kein Ende der Hetztiraden: Wanderwitz diffamiert weiter Ostdeutsche Zuletzt aktualisiert: 22.06.2021 von Team M├╝nzenmaier
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Kommentare

  • Jupp Deger 23 / 06 / 2021

    Wanderwitz sollte unter Beobachtung gestellt werden. Wer wei├č was der Mann sonst noch so auf dem Kerbholz hat.

  • Karsten M├╝ller 23 / 06 / 2021

    Wenn solche Leute wie Wanderwitz als Ostbeauftragte eingesetzt werden, warum hetzt er dann gegen Ostdeutsche?! Ein Ostbeauftragter sollte sich um die Leute im Osten k├╝mmern, aber mit diesen Mann ist es kein Wunder das Ostdeutsche keine CDU mehr w├Ąhlen.

  • Max Axel Jurke 22 / 06 / 2021

    Solche Behauptungen, viele Ostdeutsche w├╝rden aus Protest die AfD w├Ąhlen, sind schon lange durch intensive Untersuchungen widerlegt worden. Vor den Bundestagswahlen scheut er sich aber nicht davor kalten Kaffee aufzuw├Ąrmen. In seiner Verzweiflung mi├čbraucht er wieder das Wort “Demokratie” dessen Bedeutung ihm aber anscheinend fremd ist. In einer Demokratie respektiert man n├Ąmlich den W├Ąhlerwillen.

  • Max Axel Jurke 22 / 06 / 2021

    Wanderwitz unterstellt den W├Ąhlern im Osten einfach, sie w├╝rden so reden als w├Ąhlten sie aus Protest die AfD oder Linke.Er spricht f├╝r die W├Ąhler, die ihm das garantiert nie gesagt haben. Dabei mi├čbraucht er das Wort Demokratie um sich mit dieser L├╝ge noch einen Heiligenschein anzueignen.

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