Sebastian Münzenmaier | AfD

Im ZDF-Morgenmagazin: Weidel teilt gegen Bundesregierung aus

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Die Sendungen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens laden sich überwiegend genehme und erwünschte Gäste ein. Karl Lauterbach besitzt eine Dauerkarte für ARD und ZDF, ebenso sind die Vertreter der Grünen als kleinste Oppositionspartei dauerpräsent auf den Stühlen des Gebührenfernsehens vertreten.

Umso erfreulicher ist, wenn ausnahmsweise auch eine Stimme der größten Oppositionspartei im Deutschen Bundestag sprechen und die Sendung mit klaren Worten beleben darf. Heute früh war Dr. Alice Weidel im ZDF-Morgenmagazin zugeschaltet und wurde von Moderator Mitri Sirin zu den Corona-Maßnahmen der Bundesregierung befragt.

Im Interview zeigt die AfD-Fraktionschefin klare Kante und kritisiert die Restriktionen der Bundesregierung als „völlig inkonsistent gegenüber der Bevölkerung, die jetzt weggeschlossen wird.“

„Wir werden eine nie dagewesene Pleitewelle erleben, und das hat ganz alleine die Bundesregierung zu verschulden!“

Auf die erste Frage des ZDF-Gastgebers, ob sich die 41-Jährige impfen lassen würde, verwies Weidel auf die nachvollziehbare Skepsis in der Bevölkerung und die gleichzeitige Unfähigkeit der Bundesregierung, genügend Impfstoff zur Verfügung zu stellen. Auf eine wiederholte Nachfrage wird die AfD-Fraktionschefin deutlich:

„Die Bundesregierung handelt flächendeckend, überzieht die Bevölkerung und auch die Wirtschaft mit dem harten Lockdown, anstatt die Risikogruppen privilegiert zu schützen!“

Die Sommerpause wurde verpennt und keine Testkapazitäten geschaffen, so Weidel weiter.

Die Sprecherin des baden-württembergischen Landesverbands resümiert, dass die Zeit zwischen dem ersten und zweiten Lockdown nicht dazu genutzt wurde, Schutzkonzepte für die verletzlichen Gruppen in den Seniorenheimen zu erstellen. Stattdessen werden die Schulen geschlossen und die Wirtschaft an die Wand gefahren:

„Wir werden eine nie dagewesene Pleitewelle erleben, und das hat ganz alleine die Bundesregierung zu verschulden!“

Zudem betonte die stellvertretende Bundessprecherin, dass sich die AfD klar für freiwilliges Impfen ausspreche, jedoch eine Pflicht strikt ablehne. Weidel verwies auf die Problematik einer zwei Klassengesellschaft und führte mögliche Einschränkungen für Bürger an, die sich gegen eine Impfung entscheiden.

Weidel wies anschließend darauf hin, dass die AfD als erste Partei auf die Gefahren von Corona hinwies und Anfang März 2020 für Grenzkontrollen und Präventionsmaßnahmen für medizinisches Personal plädierte. Bei genannten Präventivmaßnahmen habe die Bundesregierung geschlafen, so die AfD-Fraktionschefin. Die völlige Schubumkehr von Verharmlosung zu Panikmache bezeichnet die  Bundestagsabgeordnete als „völlig inkonsistent gegenüber der Bevölkerung, die jetzt weggeschlossen wird.“

Weidel attackiert zu Ende des Interviews die Corona-Maßnahmen der Ausgangsperren und 15-Kilometer-Regel scharf:

„Menschen werden kontrolliert, wenn sie draußen Spazieren gehen wollen und müssen Strafe zahlen. Ich finde es absolut absurd, Menschen in ihrer Bewegungsfreiheit einzuschränken, wenn sie das Abstandsgebot einhalten!“

Weiter führt Weidel aus: „Diese Bundesregierung betreibt ein einseitiges und undifferenziertes Corona-Management, und dabei muss man doch hingehen, und die Risikogruppen schützen!“

Der Fokus sei auf die Altenheime, Pflegeheime und Risikogruppen zu setzen:

„Der Lockdown ist sofort in dieser Art und Weise aufzuheben!“

Das Interview mit Alice Weidel im ZDF-Morgenmagazin im Video:

TM

Im ZDF-Morgenmagazin: Weidel teilt gegen Bundesregierung aus Zuletzt aktualisiert: 13.01.2021 von Team Münzenmaier
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