Höchstmarke fĂŒr „nicht westliche“ Bewohner: DĂ€nemark greift durch

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Unser nördlicher Nachbar DĂ€nemark betreibt eine der restriktivsten Zuwanderungspolitiken europaweit. JĂŒngst erklĂ€rte Regierungschefin Mette Frederiksen zusammen mit Migrationsminister Mattias Tesfaye, in den kommenden Jahren die Anzahl neuer Asylbewerber auf null senken zu wollen. DarĂŒber hinaus werden regelmĂ€ĂŸig neue Gesetze erlassen, die darauf abzielen, das ZusammengehörigkeitsgefĂŒhl der dĂ€nischen Bevölkerung zu stĂ€rken.

So auch in dieser Woche, in der die Regierung ankĂŒndigte, eine Höchstmarke fĂŒr Anwohner mit „nicht westlichem“ Hintergrund einzufĂŒhren. Das geplante Gesetz sieht vor, dass in den nĂ€chsten zehn Jahren eine Grenze von 30 Prozent in bestimmten Stadtvierteln gelten soll. Damit verschĂ€rft die aktuelle Regierung einen Entwurf der ehemaligen konservativen Amtsinhaber, die 2018 eine Marke von 50 Prozent vorgesehen hatten.

Klare Kriterien, klare Regeln

Der dÀnische Innenminister Kaare Dybvad Bek erklÀrte das Vorhaben der Regierung mit dem steigenden Risiko der Entstehung von religiösen und kulturellen Parallelgesellschaften. Anhand klar ablesbarer Kriterien soll dieser Entwicklung nun Einhalt geboten werden.

Schon in den letzten Jahren wurden von der Regierung Listen mit bestimmten Stadtvierteln erstellt, die bislang als „Getto-Gebiete“ bezeichnet wurden. Eine solche Einordnung erfolgt, wenn mehr als die HĂ€lfte der dort lebenden Menschen „nicht westlicher“ Herkunft ist und es darĂŒber hinaus ĂŒber 40 Prozent Arbeitslose gibt, 60 Prozent der 39-50-JĂ€hrigen keinen höheren Bildungsabschluss besitzen, die KriminalitĂ€tsrate um das Dreifache ĂŒber dem Landesschnitt erhöht ist und das Bruttoeinkommen der Bewohner mehr als 55 Prozent unter dem regionalen Schnitt liegt. Mindestens zwei der vier aufgefĂŒhrten Kriterien mĂŒssen erfĂŒllt sein, dass eine Kategorisierung erfolgt.

Landesweit fallen derzeit 15 Viertel unter diese Regelung, weitere 25 stehen kurz davor.

DĂ€nemark – Vorbild fĂŒr Europa?

Die restriktive Linie der DĂ€nen in der Migrationspolitik steht dem Ansatz der deutschen Bundesregierung diametral gegenĂŒber. Zahlreiche PolitgrĂ¶ĂŸen der Bundesrepublik fordern die immer neue Aufnahme von Migranten und bieten gleichzeitig den aufkeimenden Clanstrukturen in den GroßstĂ€dten keinen Einhalt. Eine Orientierung am dĂ€nischen Modell brĂ€chte einen deutlichen Anstieg an innerer Sicherheit und könnte den immer stĂ€rker aufkommenden Parallelgesellschaften entgegenwirken.

Ein Blick in den Norden genĂŒgt.

TM

Höchstmarke fĂŒr „nicht westliche“ Bewohner: DĂ€nemark greift durch Zuletzt aktualisiert: 18.03.2021 von Team MĂŒnzenmaier
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Ein Kommentar

  • Siegfried Tutas 18 / 03 / 2021

    Wunderbar. Da entstehen bei mir zwei verschiedene Gedanken.
    Zum Einen wĂ€re es toll, wenn wir in Deutschland auch Politiker hĂ€tten, die zum Wohle des eigenen Volkes und Landes handeln wĂŒrden, wodurch ein halbwegs normales Leben wieder möglich wĂ€re und zum anderen mache ich mir Sorgen um das Leben dieser dĂ€nischen Politiker. Sie passen nicht in die schmutzigen Ideen der neuen Weltordnung. Wohin sowas fĂŒhren kann, hat man jĂŒngst in Tansania wieder einmal erlebt. Oder glaubt tatsĂ€chlich irgendjemand wirklich, dass der PrĂ€sident John Pombe Magufuli ohne Nachhilfe gestorben ist? Ich tue es nicht.

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