Gr├╝nen-Landeschefin Sandra Detzer mit Allmachtsfantasien

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Die neu in den Bundestag eingezogene Sandra Detzer (Gr├╝ne), die gleichzeitig Landeschefin der Gr├╝nen in Baden-W├╝rttemberg ist, hat in einem Gastbeitrag in einer gro├čen deutschen Tageszeitung mit demokratiefeindlichen und ├╝berheblichen Aussagen auf sich aufmerksam gemacht. Die 41-J├Ąhrige erweckt damit den Eindruck, als sei jedes Mittel recht, um ein ├╝bergeordnetes Ziel wie die ÔÇ×Rettung des PlanetenÔÇť zu erreichen.

Gr├╝nen-Landeschefin Sandra Detzer mit Allmachtsfantasien?

Schon die ├ťberschrift des Artikels zeigt den Tenor desselbigen deutlich auf: ÔÇ×Wo wir Gr├╝nen an die Schalthebel der Macht kommen, werden wir nicht mehr verhandeln.ÔÇť Ein Satz, der nur so vor Demokratiefeindlichkeit und Allmachtsfantasien strotzt und der in einem Rechtsstaat durchaus die Judikative auf den Plan rufen m├╝sste.

Doch die neue Bundestagsabgeordnete Sandra Detzer hat es sich zum Ziel gesetzt, ÔÇ×KlimaschutzÔÇť zu betreiben. Es hat den Anschein: koste es, was es wolle. Denn die gr├╝ne Landeschefin in Baden-W├╝rttemberg m├Âchte ÔÇ×mit aller uns dann zur Verf├╝gung stehenden Macht gestaltenÔÇť und ist sich voller ├ťberzeugung sicher: ÔÇ×Uns Gr├╝ne [wird] an der Regierung (ÔÇŽ) nichts mehr aufhalten k├Ânnen.ÔÇť

Diktieren statt Koalieren?

Gleichzeitig schwadroniert die 41-J├Ąhrige von ÔÇ×historische[n] ChancenÔÇť einer ÔÇ×FortschrittsregierungÔÇť und vertritt die Auffassung, dass die kommende Bundesregierung auf die Konzepte, Ideen und den Elan der Gr├╝nen angewiesen w├Ąre. Diese Idealisierung der eigenen Position wird auch in den Passagen deutlich, in denen die gr├╝ne Bundestagsabgeordnete den potenziellen Koalitionspartner FDP attackiert: Diese werde ÔÇ×wieder zur├╝ckstecken m├╝ssenÔÇť. Beim Thema Corona wolle man ÔÇ×sich nicht an den gut gemeinten Freiheitsbekundungen der FDP st├ÂrenÔÇť.

An anderer Stelle hei├čt es bez├╝glich der Energiewende: ÔÇ×Wir werden die bisherige Verweigerungshaltung des Wirtschaftsministeriums beenden (ÔÇŽ)ÔÇť. Verhandeln werden die Gr├╝nen laut Detzer auch nicht, ÔÇ×welche D├Ârfer noch f├╝r den Braunkohleabbau verschwinden

sollen und welche nicht.ÔÇť Zu beachten ist hier jeweils besonders das Wort ÔÇ×werdenÔÇť, denn anscheinend geht es der gr├╝nen Partei nicht um Kompromisse, sondern um gnadenloses Diktieren.

ÔÇ×Wir werden an anderer Front gewinnen.ÔÇť

Auch milit├Ąrisches Vokabular darf in dem Gastbeitrag der Landeschefin der Gr├╝nen in Baden-W├╝rttemberg nicht fehlen. In der zweiten H├Ąlfte des Artikels schreibt die 41-J├Ąhrige: ÔÇ×(ÔÇŽ) Wir werden an anderer Front gewinnen.ÔÇť Demokratische Aushandlungsprozesse werden hier mit Kriegsbegriffen beschrieben, eine weitere kaum zu glaubende Entgleisung.

Schmunzeln darf der aufmerksame Leser gegen Ende des Beitrags. Dort steht zur Verteidigung der Gr├╝nen-Chefin Annalena Baerbock unter anderem geschrieben: ÔÇ×Schon jetzt w├Ąre eine Ampel ohne sie gar nicht vorstellbar, denn sie h├Ątte keine Frau an ihrer Spitze.ÔÇť Das Geschlecht ÔÇô so scheint es ÔÇô als wichtige Qualifikation f├╝r die Regierungsbeteiligung.

Letztlich klingen all diese ├äu├čerungen nicht nach demokratischem Ringen um das beste Argument, sondern nach absolutem Anspruch, durchregieren zu wollen. Menschen, denen Demokratie und Rechtsstaatlichkeit etwas wert sind, werden nach dem Lesen des Gastbeitrags sprachlos zur├╝ckbleiben. Eins sollte jedoch sicher sein: Wer an der Macht nicht mehr verhandeln will, geh├Ârt nicht in ein demokratisches Parlament und schon gar nicht auf die Regierungsbank.

TM

Gr├╝nen-Landeschefin Sandra Detzer mit Allmachtsfantasien Zuletzt aktualisiert: 22.11.2021 von Team M├╝nzenmaier
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