Forderung nach mehr Integration: Horst Seehofers TÀuschungsmanöver

Forderung nach mehr Integration: Horst Seehofers TÀuschungsmanöver

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat sich im Zuge der Messerattacke von WĂŒrzburg fĂŒr erhöhte IntegrationsbemĂŒhungen in Bund und LĂ€ndern ausgesprochen. Es habe niemand hingeschaut und sich um den Mann gekĂŒmmert, so Seehofer in einem Zeitungsinterview. AfD-Bundessprecher Chrupalla kommentierte, dass es CSU-Politik gewesen sei, die zu den ZustĂ€nden gefĂŒhrt hĂ€tten. Die AfD plĂ€diert fĂŒr konsequente Abschiebungen von abgelehnten Asylbewerbern.

Seehofer: Messerattacke als Zeichen gescheiterter Integration

Der Innenminister erlĂ€uterte im vorliegenden interview, mit „unserer Politik nicht zufrieden“ zu sein. Der WĂŒrzburger AttentĂ€ter, ein 24-jĂ€hriger abgelehnter Asylbewerber aus Somalia, habe in einem Obdachlosenheim gelebt, ohne dass „jemand hinschaut und sich kĂŒmmert“. Es fehle hier am Bewusstsein, so Seehofer, den beschĂ€ftige, dass ein 24-jĂ€hriger Mann nach sechs Jahren in einer Obdachlosenunterkunft leben mĂŒsse: „Damit können wir uns doch nicht abfinden.“ Seehofer regte an, dass Bund und LĂ€nder ihre IntegrationsbemĂŒhungen intensivieren.

Motiv noch nicht vollstÀndig geklÀrt

Seehofer erklĂ€rte zudem, dass das Motiv des WĂŒrzburger TĂ€ters noch nicht vollstĂ€ndig geklĂ€rt sei. Jedoch gebe es „Hinweise auf eine islamistische Gesinnung des TĂ€ters.“ Hinzu kĂ€me eine mögliche psychische Störung des Mannes, so der Bundesinnenminister, der zugleich vor Terrorismus und Extremismus warnte. Die Gefahren dĂŒrften nicht verharmlost werden.

AfD: Konsequente Abschiebungen

Der Bundesvorsitzende der AfD, Tino Chrupalla, warf dem Innenminister auf Twitter vor, Positionen der AfD zu kopieren: „Jetzt, da er aus der Politik ausscheidet, teilt Horst Seehofer AfD-Kritik an ZustĂ€nden, die zum Messermord von Wuerzburg gefĂŒhrt haben“. Dabei sei die CSU dafĂŒr mitverantwortlich: „Sechs Jahre lang hĂ€tten alle weggesehen. Da könne er mit der Politik nicht zufrieden sein. Richtig! Nur nicht vergessen: Es war CSU-Politik!“, so Chrupalla.

Schon vergangene Woche hatte Alice Weidel, Spitzenkandidatin zur Bundestagswahl, an die Bundesregierung appelliert, die Sicherheit der eigenen BĂŒrger an erste Stelle zu setzen: „Ich sage: Es reicht. Es ist genug. Die Tat von WĂŒrzburg ist kein Einzelfall“, so die 42-JĂ€hrige in einem Twitter-Statement. Zudem forderte Weidel, bereits wegen Gewaltdelikten auffĂ€llig gewordene Migranten sofort abzuschieben: „Wer als Migrant in Deutschland kriminell wird, der hat sein Gastrecht verwirkt.“ Der AfD-Ehrenvorsitzende Dr. Alexander Gauland forderte ebenfalls harte Konsequenzen. Es reiche nicht, die Opfer zu betrauern, um dann wieder zur Tagesordnung ĂŒberzugehen, so der 80-JĂ€hrige. „Um es ganz klar zu sagen: Diese drei Menschen könnten ohne Merkels unverantwortliche Politik der offenen Grenzen noch leben.“

Eine Politik, die auch die CSU so unterstĂŒtzt hat. Seehofers Forderung nach mehr Integration wirkt mehrere Jahre nach der Grenzöffnung, die er schlussendlich mittrug, unglaubwĂŒrdig und entpuppt sich als durchschaubares Wahlkampfmanöver.

TM

Forderung nach mehr Integration: Horst Seehofers TĂ€uschungsmanöver Zuletzt aktualisiert: 30.06.2021 von Team MĂŒnzenmaier

One Reply to “Forderung nach mehr Integration: Horst Seehofers TĂ€uschungsmanöver”

  • Heidi Walter

    Von Heidi Walter

    Da dieser Terrorist angibt, bei der “Hetzjagd” von Chemnitz, die, wie wir alle wissen, nur in den Phantasien Merkelsund ihrer AnhĂ€nger stattgefunden hat und sein Anwalt ihn auf einem Photo wiedererkannt haben will, zugegen war, ĂŒberprĂŒft nun das LKA die ZusammenhĂ€nge. Was dabei herauskommt weiß man schon fast vorher. Die Opfer spielen keine Rolle, nur der “arme TĂ€ter”, der nach allen Regeln der Kunst reingewaschen werden muss. Es fehlen einem die Worte, um die Verachtung fĂŒr diese Politnieten auszudrĂŒcken.

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