Firma von Spahn-Ehemann verkaufte Masken ans Gesundheitsministerium

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Die Skandale um Vetternwirtschaft und fragw├╝rdige Maskengesch├Ąfte in der Union rei├čen nicht ab.

Nach Informationen des Nachrichtenmagazins Spiegel hat die Burda GmbH das Bundesgesundheitsministerium mit insgesamt 570.000 FFP2-Schutzmasken beliefert. Das Nachrichtenmagazin beruft sich auf Unterlagen des Ministeriums, die dem Gesundheitsausschuss des Bundestags Ende der Woche vorgelegt wurden. Das pikante Detail: Als Lobbyist und B├╝roleiter des Unternehmens in Berlin agiert Daniel Funke. Funke ist seit 2017 mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn verheiratet.

Laut Aussagen des Ministeriums sei der Vertrag mit der Burda GmbH zu ÔÇ×markt├╝blichen Preisen geschlossen und abgewickelt worden.ÔÇť Im April 2020 habe der Vorstand des Unternehmens dem Bundesgesundheitsministerium Hilfe bei der Beschaffung von Schutzmasken angeboten, woraufhin es zum Masken-Deal gekommen sein soll. Da das Gesch├Ąft auf den Unterlagen als ÔÇ×DirektbeschaffungÔÇť vermerkt ist, ist der Deal wahrscheinlich ohne vorherige Ausschreibung direkt zwischen Ministerium und Firma vereinbart worden.

Offen ist bislang, ob Gesundheitsminister Spahn im Verfahren involviert war. Das Unternehmen teilte Medienvertretern mit, dass Daniel Funke ÔÇ×zu keinem Zeitpunkt ├╝ber die Transaktion informiert oder involviertÔÇť gewesen sei. Ebenso seien keine Provisionen bezahlt worden. Nach Medienberichten sollen andere Firmen, die Spahns Ministerium Masken offeriert haben, nicht einmal eine richtige Antwort auf ihre Angebote erhalten haben.

Diese neuerlichen Enth├╝llungen werden ein bezeichnendes Licht auf die seit Wochen in Korruptions- und Vetternwirtschaftsskandalen untergehende Union. ┬áSogar staatsanwaltliche Ermittlungen wurden in Zuge von fragw├╝rdigen Maskengesch├Ąften gegen den CSU-Bundestagsabgeordneten Georg N├╝├člein und seinen bayrischen Landtagskollegen Alfred Sauter eingeleitet. Der Maskendeal zwischen Burda und Gesundheitsministerium hat mindestens ein Geschm├Ąckle.

TM

Firma von Spahn-Ehemann verkaufte Masken ans Gesundheitsministerium Zuletzt aktualisiert: 21.03.2021 von Team M├╝nzenmaier
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Kommentare

  • Max Axel Jurke 22 / 03 / 2021

    Ja, ├╝berst├╝rzt, weil man vorher geschlafen hat und sich ├╝ber die Vorschl├Ąge der AfD lustig gemacht hat. Aber auch wenn’s ├╝berst├╝rzt zugeht mu├č man als Volksvertreter seinen k├╝hlen Kopf behalten. Millionen von Steuergeldern verpflichten zur Sorgfalt. Mit ihrem eigenen Geld gehen sie wahrscheinlich nicht so sorglos um.

  • Dietmar Kaiser 22 / 03 / 2021

    Burda – Funke – Spahn klingelts?

  • Karsten M├╝ller 21 / 03 / 2021

    Und somit sollte der n├Ąchste sofort sein Amt niederlegen und zur├╝ck treten, bzw die Partei verlassen

  • Thomas F. 21 / 03 / 2021

    Bisher lese ich hier nichts Ehrenr├╝hriges. Wieso sollte Burda denn keine Gesch├Ąfte mit dem Gesundheitsministerium machen? Zu dem Zeitpunkt ging es wohl vor allem darum m├Âglichst schnell an Masken zu kommen.

  • Max Axel Jurke 21 / 03 / 2021

    Wenn’s um Geld geht setzt bei CDU-Abgeordnete anscheinend der Verstand aus. Da haben die Geldnoten auf den Pupillen kleben. Dabei sind ihre Di├Ąten doch schon so ├╝ppig. Um das auszugleichen verschleudern sie Steuergelder. Was f├╝r eine mitmenschliche Geste, f├╝r ein paar Milli├Ânchen zuviel bestelte Masken an’s Ausland zu verschenken, w├Ąhrend gleichzeitig Rentner leere Flaschen sammeln m├╝ssen um zu ├╝berleben.

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