Debatte der Woche: Aktuelle Stunde zu Th├╝ringen

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Die hysterische Debatte um die Abwahl von Bodo Ramelow ist im deutschen Bundestag angekommen. Die Linke beantragte zu dem Thema eine aktuelle Stunde. Schon im Vorfeld lie├č sich erahnen, dass dies vor allem dazu dient, m├Âglichst viele Angriffe unter der G├╝rtellinie gegen die AfD zu starten. Dar├╝ber hinaus geht es der Linke auch darum, CDU/CSU und FDP zu konditionieren, damit diese nie wieder auf die Idee kommen, in irgendeiner Weise mit der AfD zu stimmen.

Einsch├╝chterung geh├Ârt zum Standardrepertoire linker Parteien von SPD ├╝ber Gr├╝ne bis hin zur Linkspartei. Thomas Kemmerich und die FDP bekamen nach der Ministerpr├Ąsidentenwahl in Th├╝ringen deutlich zu sp├╝ren, was es bedeutet, wenn die politische Linke in Deutschland zum Sturm bl├Ąst. Zahlreiche Angriffe gegen FDP-Geb├Ąude und massive Bedrohungen an Kemmerich und seine Familie waren die Folge. Kinder die nun unter Polizeischutz zur Schule gehen m├╝ssen sind mit das ekelhafteste Symptom dieses sogenannten ÔÇ×AntifaschismusÔÇť.

Erg├Ąnzend dazu soll nun im Rahmen einer aktuellen Stunde deutlich gemacht werden, dass in Deutschland nur noch linke Politik und Personal zul├Ąssig sind. Die AfD als b├╝rgerliche Opposition hat das nat├╝rlich nicht unwidersprochen gelassen.

Die Linke darf er├Âffnen┬┤

Die Fraktionsvorsitzende der Linken Amira Mohamed Ali beginnt ihre Rede staatstragend mit der Frage nach dem Zustand der Demokratie. Die platte Antifa Parole ÔÇ×Kein Fu├čbreit den FaschistenÔÇť sei bis zur Ministerpr├Ąsidentenwahl in Th├╝ringen Konsens gewesen. Dass der ach so beliebte Bodo Ramelow sein Amt verloren hatte, sei ganz schlimm gewesen, vor allem, weil die AfD gejubelt hat. Kemmerich und Lindner w├Ąren ja nicht gezwungen worden, die Wahl anzunehmen bzw. zu gratulieren. Jetzt bedankt Ali sich noch f├╝r die couragierten ÔÇ×AntifaschistenÔÇť, die so viel Druck machten, dass Kemmerich zum R├╝cktritt gezwungen worden ist. Unfassbar, denn dies ist nichts anderes als Verherrlichung linksextremen Stra├čenterrors.

Der Vorgang zeige, wie wichtig es ist, dass Antifaschisten aufstehen. Eine klare Botschaft an die eigenen linksradikalen Antifa-Stra├čentrupps. Viele Menschen h├Ątten durch diese Wahl gegen demokratische Grundwerte ihr Vertrauen in die Demokratie verloren. Es folgen ein weiteres Loblied auf Bodo Ramelow und ein Angriff gegen die CDU, weil sie sich zwar von der AfD aber eben auch von der Linkspartei abgrenze.

Amira Mohamed Ali redet sich immer weiter in Rage. Mit zornigem Blick steht sie am Rednerpult und spult das Einmaleins der Linksradikalen ab. Wie schon zu erwarten war, ist die Rede eine einzige Standpauke an Union und FDP, garniert mit haltlosen Beschimpfungen gegen die AfD. Ein besch├Ąmender Beitrag zum deutschen Parlamentarismus.

Der CDU-Generalsekret├Ąr erwidert

F├╝r die CDU antwortet Paul Zimiak. Er spricht von Verantwortung der Union, springt zugleich ├╝ber das St├Âckchen der Linkspartei und beginnt erst einmal mit absurden Rechtsextremismus-Vorw├╝rfen an die AfD. Ein l├Ącherliches Zitat eines ironischen Tweets von einem AfD-Mitarbeiter soll das unterstreichen. Selbstherrlich spricht er kurz in der dritten Person von sich selbst und fragt, warum der Generalsekret├Ąr der CDU H├Âcke einen Nazi nennt. Er gibt gleich die plumpe Antwort dazu, n├Ąmlich, weil er erwiesenerma├čen ein Nazi sei. Ein peinlicher Auftritt und Kniefall vor den linksradikalen Diffamierern in diesem Land.

F├╝rs Protokoll muss er dann doch noch Beleidigungen und Gewalt in der Folge der Ministerpr├Ąsidentenwahl beklagen. Gem├Ą├č des eigenen Parteitagsbeschlusses geht er auch die Linkspartei wegen der N├Ąhe zur SED und Positionen zu EU und Nato an. Er zitiert auch einen unfassbaren Tweet der Linkspartei-Jugendorganisation, die am Jahrestag der Bombardierung von Dresden ÔÇ×Bomber Harris do it againÔÇť twittert. Paul Zimiak bem├╝ht sich um Abgrenzung zu AfD und Linkspartei gleicherma├čen. Wenn man bedenkt, dass seine eigene Kanzlerin mit einem Ministerpr├Ąsidenten Ramelow kein Problem hat und schon dar├╝ber nachgedacht wird, dass die CDU in Th├╝ringen diesem bei einer erneuten Wahl ins Amt helfen soll, dann sind solche Bekenntnisse nichts anderes als eine Luftnummer bzw. Sand f├╝rs Auge der W├Ąhler.

Dr. Alexander Gauland f├╝r die AfD

Dr. Alexander Gauland bricht die ganze Aufregung herunter und betont, dass sich die Hysterie schlicht und einfach um eine demokratische Wahl mit einem ebenso demokratischen Ergebnis dreht. ÔÇ×So weit, so normalÔÇť. Nicht normal ist es aber, wenn eine Kanzlerin sagt, sie m├Âchte demokratische Wahlen r├╝ckg├Ąngig machen. Sogar bei Walter Ulbricht musste alles demokratisch aussehen, aber das, was sich nach Th├╝ringen abspielte, sah nicht einmal mehr demokratisch aus.

Gauland klagt auch die Gewalt linker Antifa-Banden klar und deutlich an. Ein historischer Vergleich sollte den Altparteien auf die Spr├╝nge helfen. Als herauskam, dass Willy Brandt mit gekauften Stasi-Stimmen ein Misstrauensvotum ├╝berstand, forderte Niemand im Nachgang dessen folgende Amtszeit als illegitim zu betrachten. F├╝r die Altparteien sind also AfD-Stimmen schlimmer als gekaufte Stimmen des Ministeriums f├╝r Staatssicherheit.

Alexander Gauland bef├╝rchtet auch, dass sich die CDU ├╝ber kurz oder lang der Linkspartei ├Âffnen werde. Die von Zimiak angedeutete Gleichheit von AfD und Linkspartei stimme tats├Ąchlich nicht, denn die AfD ist eine demokratische Volkspartei und die Linkspartei, die sich immer noch in die Tradition von Mauerm├Ârder stellt fordert weiterhin Sozialismus.

Durch einen Linksblock aller Parteien und der AfD als einziger Oppositionspartei wird es auf lange Sicht immer schwerer, b├╝rgerliche Mehrheiten zu haben. Das sollten sich Union und FDP genauer durch den Kopf gehen lassen.

Karsten Schneider (SPD) fordert ├ľffnung zur Linkspartei

Karsten Schneider f├╝r die SPD bem├╝ht gleich zu Beginn einen unpassenden historischen Vergleich mit der Weimarer Republik. Die Wahl Kemmerichs sei ein Tabubruch gewesen. Schneider beschw├Ârt das Ende der Demokratie, wenn rechte Parteien nicht isoliert werden und ├╝bt sich in Fatalismus.

Kein historischer Vergleich ist den Altparteien zu klein, selbst wenn diese hinken. Erwartungsgem├Ą├č holt der SPD-Redner dann auch zur Schelte von CDU/CSU und FDP aus. Er greift Christian Lindner an, weil dieser seinem Parteifreund Kemmerich nach der Wahl Viel Gl├╝ckÔÇť gew├╝nscht hatte. Auch von ihm kommt Lob f├╝r die sogenannten ÔÇ×antifaschistischen ProtesteÔÇť nach der Wahl, wenn auch nicht ganz so unverhohlen wie bei der Linkspartei.

Dem Koalitionspartner gibt Schneider noch den Ratschlag, sich nicht weiter von der Linkspartei abzugrenzen, weil das ja am Ende nur der AfD nutzen w├╝rde. Lob gibt es noch f├╝r die Kanzlerin der linken Herzen. Alle gegen die AfD, ist die Losung des SPD-Mannes.

Christian Lindner knickt vor linkem Gesinnungsterror ein

Der in den letzten Tagen viel gescholtene Christian Lindner tritt ans Mikrofon. Er erkl├Ąrt, die Absicht des Wahlantrittes sei es gewesen, ÔÇ×ein Zeichen f├╝r die politische MitteÔÇť zu setzen, als ob man sich als Fraktion bereits entschuldigen m├╝sste einen Gegenkandidaten zu Bodo Ramelow aufzustellen. Das Ergebnis habe das aber ins Gegenteil verzerrt. Reum├╝tig steht Lindner am Rednerpult und entschuldigt sich f├╝r seine FDP. Scheinbar hat der linke Gesinnungsterror seine Wirkung nicht verfehlt.

Er meint, die FDP habe aber Verantwortung ├╝bernommen und w├╝rde den Vorfall noch weiter intensiv aufarbeiten. ÔÇ×Erfurt war ein Fehler, aber wir unternehmen alles, damit sich dieser Fehler nicht wiederholen kannÔÇť ÔÇô So der angez├Ąhlte FDP-Vorsitzende. Scheinbar glaubt er, sich damit wieder Pluspunkte im linken Establishment holen zu k├Ânnen. Pflichtgem├Ą├č schimpft Lindner auch noch in Richtung der AfD, spricht ihr die B├╝rgerlichkeit ab und ergibt sich dem linken Narrativ von einer N├Ąhe zum Nationalsozialismus. Lindner f├╝hlt sich dar├╝ber hinaus noch von der AfD reingelegt mit der Wahl des FDP-Kandidaten und meint, dass sei doch undemokratisch.

Der Form halber muss Lindner sich dann doch noch ├╝ber Gewaltandrohungen und Angriffe auf seine Partei aufregen, auch wenn er dem linken Terror schon mit seinem zu Kreuze kriechen am Anfang der Rede, Recht gegeben hat.

Kathrin G├Âring-Eckardts gr├╝ne Predigt

Der leitende Bundestagspr├Ąsident Oppermann beklagt zun├Ąchst ÔÇ×Ger├ĄuscheÔÇť seitens der AfD-Fraktion vor der Rede der Gr├╝nen. Gegen unz├Ąhlige Zwischenrufe bei der Rede von Alexander Gauland hatte Oppermann allerdings keine Ermahnung ├╝brig.

F├╝r die Gr├╝ne brauche es nur 4 Buchstaben f├╝r einen guten Demokraten: ÔÇ×NeinÔÇť. Nein zu Faschisten und nat├╝rlich auch Nein zur AfD. Und ÔÇ×NeinÔÇť h├Ątte Kemmerich laut G├Âring-Eckhardt auch zur Wahl sagen sollen. Die AfD habe die Demokratie l├Ącherlich gemacht, sei aber damit gescheitert, weil die ÔÇ×Demokratinnen und Demokraten gestanden habenÔÇť. F├╝r die Gr├╝nen ist es eben nur Demokratie, wenn ein Linker gew├Ąhlt wird und Antifa-Gewaltt├Ąter sind f├╝r sie standhafte Demokraten.

F├╝r gr├╝ne Moralpredigten gef├╝rchtet, kommt auch G├Âring-Eckhard mit unversch├Ąmten Vergleichen zwischen AfD und Nationalsozialisten und belehrt FDP und CDU, wie sie sich zu verhalten haben. TDie totalit├Ąre Gr├╝ne will offenbar klarstellen, dass nur Demokrat ist, wer linksgr├╝ner Ideologie anh├Ąngt. Zugleich lobt sie jedes antifaschistische Engagement und distanziert sich nicht von Gewalt. F├╝r Lacher sorgt dann ihre Behauptung, sie sei Teil der B├╝rgerrechtsbewegung in der DDR gewesen. Verhandlungen mit der Linken seien ihr ja nicht leichtgefallen. Eine durchsichtige Strategie der Krokodilstr├Ąnen, denn nat├╝rlich haben die Gr├╝nen keine Probleme mit Linksradikalen. Setzt sich ihre Partei doch in wesentlichen Teilen aus solchen zusammen.

Tankred Schipanski befragt sich f├╝r die CDU selbst

Sich selbst Fragen zu stellen und zu beantworten scheint in der CDU beliebt zu sein, denn Schipanski liest sich selbst auch Fragen vor und beantwortet diese direkt im Anschluss. Es folgt die ├╝bliche Distanzierung und Selbstgei├čelung. Die Wahl Kemmerichs war ein Fehler und er verteidigt das ÔÇ×r├╝ckg├Ąngig machenÔÇť der Kanzlerin.

Ein Eingreifen der CDU Bundespartei war seiner Ansicht nach gerechtfertigt und eine Abgrenzung zu AfD und Linkspartei sei f├╝r die CDU geboten. Die Linkspartei reagiert mit Zwischenrufen, wenn ein CDU-Redner die AfD und Linkspartei in einem Satz erw├Ąhnt. Die Kanzlerin und deren Eingreifen aus S├╝dafrika wird von dem braven CDU-Parteisoldaten dann auch noch verteidigt und die Rede endet mit Hoffnung auf einen Neustart in der CDU Th├╝ringen.

Starke Worte f├╝r die AfD von Tino Chrupalla

Tino Chrupalla begr├╝├čt es, dass ├╝ber die Vorg├Ąnge in Th├╝ringen gesprochen wird. Vor allem, weil diese demokratische Wahl derma├čen in den Schmutz gezogen wird. Das, was nach der demokratischen Wahl von Thomas Kemmerich passierte, h├Ątte sich Chrupalla nicht vorstellen k├Ânnen. Das Verhalten der Bundeskanzlerin und auch von Teilen der CDU ist zutiefst besch├Ąmend. Der Umgang mit der Wahl und nicht etwa die Wahl selbst hat das Vertrauen in die Demokratie besch├Ądigt. Hier wurden Parteiinteressen ├╝ber die parlamentarische Demokratie gestellt. W├Ąhrend eines Staatsbesuches in S├╝dafrika wird von der Kanzlerin angeordnet, eine Wahl ÔÇ×r├╝ckg├Ąngig zu machenÔÇť. ÔÇ×Das sind Zeichen einer BananenrepublikÔÇť ÔÇô So Chrupalla deutlich.

In unserer Republik klammern sich die Altparteien mit unlauteren Mitteln an die Macht. Das nichtig machen von Wahlen ist aber deutliches Kennzeichen einer Diktatur. Bei demokratischen Ergebnissen, die den Altparteien nicht in den Kram passen, pfeifen diese auf die Demokratie. Tino Chrupalla als Abgeordneter aus Sachsen erinnert an DDR Zeiten. Auch die Entlassung des Ost-Beauftragten Christian Hirte ist ein deutliches Zeichen, dass hier ein Klima der Angst geschaffen werden sollen. Die Die Bedrohungslage von Kemmerich und seiner Familie, sowie vieler anderer Politiker des nicht-Linken-Spektrum, zeigt dies deutlich.

Die Abwahl Bodo Ramelows war keine Schande oder Zeichen einer Unkultur, wie es in den Medien zu lesen war, viel mehr w├╝rden die Altparteien selbst die Axt an den Stamm der Demokratie anlegen. Chrupallas Appell von zur R├╝ckkehr zu einer demokratischen Kultur wird mit Gel├Ąchter bei den Altparteien beantwortet. Eine symboltr├Ąchtige Situation!

Nichts Neues von Elisabeth Kaiser (SPD)

Die junge Abgeordnete der SPD bringt nichts Neues in die Debatte. Im Grunde genommen wird derselbe Tenor der linken Vorredner bem├╝ht. Die AfDler seien ÔÇ×FaschistenÔÇť, der R├╝cktritt Kemmerichs sei richtig gewesen und grunds├Ątzlich ist nur linke Politik demokratisch.

Die Haltung der Th├╝ringer FDP und CDU sei nach wie vor schrecklich und es sei besch├Ąmend, dass es keine Entschuldigungen aus dem Landesverband gegeben habe. Ebenfalls schrecklich findet Kaiser, dass sie Menschen fragen, was denn so schlimm an einer demokratischen Wahl sei. Dass dies f├╝r eine SPD-Abgeordnete unverst├Ąndlich ist, darf den geneigten Zuh├Ârer leider auch nicht mehr wundern.

Es folgen wieder die ├╝blichen abwegigen NS-Vorw├╝rfe in Richtung der AfD. Und da wundern sich die Altparteien, dass sie als ein Block wahrgenommen werden, wenn sie alle das Gleiche erz├Ąhlen.

Jan Korte w├╝tet gegen Zimiak

Jan Korte schreitet schon w├╝tend ans Rednerpult. Er schimpft den CDU-Generalsekret├Ąr Paul Zimiak wegen des vorgeworfenen ÔÇ×Bomber Harris do it againÔÇť-Zitates, weil dieses ja nicht vom Bundesverband der Linksjugend stamme, sondern nur von einer Ortsgruppe. Korte schreit in Richtung des Generalsekret├Ąrs, dass dies doch ÔÇ×Fake-NewsÔÇť seien. Als ob das Zitat mit seiner Forderung nach der brutalen Ermordung von zehntausenden Dresdnern damit gerechtfertigt sei.

Eine Z├Ąsur sei die th├╝ringische Ministerpr├Ąsidentenwahl deswegen gewesen, weil mit ÔÇ×NazisÔÇť zusammengearbeitet worden sei. Korte greift nun die weiteren Vorw├╝rfe Zimiaks in Richtung der Linkspartei auf und gibt unumwunden zu, dass die Linke die Rechtsnachfolge der SED ist. Aber nat├╝rlich h├Ątte die Linke daraus gelernt und fordere keinen Sozialismus ohne Demokratie. Wie auch immer das aussehen soll?

Er wirft der CDU und FDP nun vor, dass sie 1990 die Blockfl├Âten der DDR einfach als Landesverb├Ąnde geschluckt h├Ątten. SED-Vorw├╝rfe gegen die CDU sind immerhin originell, wenn auch abwegig.

Korte kommt zur├╝ck zum linken Lieblingsthema. Kritik an radikalen Linken und/oder Linksextremisten ist immer eine Verharmlosung des Faschismus und eine Abgrenzung der CDU von der Linkspartei sei geradezu bizarr. CDU und FDP m├Âchte Korte noch an ihre ÔÇ×staatspolitische VerantwortungÔÇť erinnern. Das hei├čt f├╝r ihn nat├╝rlich nichts anderes, als Bodo Ramelow anstandslos wieder ins Amt zu w├Ąhlen.

Merkels neuer Ostbeauftragter, Marco Wanderwitz

Der neue Ost-Beauftragte von Merkels Gnaden, Marco Wanderwitz, darf sich zu Wort melden. Dieser hatte in der Vergangenheit schon die AfD als ÔÇ×giftigen AbschaumÔÇť bezeichnet. Zu Beginn wirft er einen Blick auf das Wahlergebnis der Landtagswahl in Th├╝ringen. Zum ersten Mal h├Ątten die politischen R├Ąnder die Mehrheit erhalten. Er wiederholt die Schilderung der Abl├Ąufe zur Ministerpr├Ąsidentenwahl nochmal aus seiner Sicht. Nichts, was man in dieser Debatte nicht schon einmal geh├Ârt h├Ątte. Der Vollst├Ąndigkeit halber sei erw├Ąhnt, dass auch bei Wanderwitz die ├╝blichen Beschimpfungen Richtung AfD nicht fehlen d├╝rfen. Bemerkenswert ist allerdings, dass er sich den Einsch├Ątzungen zur AfD von Kathrin G├Âring-Eckhard vollst├Ąndig anschlie├čt. Von Jemanden, den die Kanzlerin in ein Amt gehievt hat, ist nichts anderes zu erwarten, als Offenheit f├╝r die Gr├╝nen. Wanderwitz, man m├Âchte meinen Omen est Nomen. Hoffentlich wandert er bald weiter.

Frauke Petry (fraktionslos) gegen Alle

Sie erinnern sich bestimmt noch an Frauke Petry. Als fraktionslose Abgeordnete darf Petry auch zum Thema Th├╝ringen im Bundestag sprechen. Sie wirft der Linkspartei vor, es gehe ihr um Kontrolle, nicht um Demokratie. CDU und FDP wird vorgeworfen keine Strategie gegen die AfD zu haben. Generell wirkt es teilweise schon fast unfreiwillig komisch, wie sie gegen ihre ehemalige Partei schimpft. Frauke Petry als fraktionslose Abgeordnete teilt einfach gegen alle Fraktionen aus und verl├Ąsst danach das Rednerpult flotten Schrittes Richtung Ausgang.

Christoph Matschie (SPD) verlangt Demut

F├╝r Matschie kam von der Union zu viel Kritik an der Linkspartei und zu wenig Demut. Die AfD kann f├╝r Matschie niemals Bestandteil b├╝rgerlicher Politik sein. Auch der SPD Redner st├Â├čt ins gleiche Horn der linken Vorredner. L├╝gen und Plattit├╝den ├╝ber eine N├Ąhe der AfD zu rechtsradikalem Gedankengut. Gegen die AfD zu operieren erhebt Christoph Matschie schon zum demokratischen Grundkonsens. Zum Schluss noch ein Appell an die CDU, den Weg f├╝r Neuwahlen freizumachen. Zugegebenerma├čen ist dies der erste pragmatische Ansatz der Altparteien in dieser Debatte.

Marco B├╝llow mag die Mitte nicht

Das ehemalige SPD-Mitglied Marco B├╝low und heute fraktionsloser Abgeordneter beklagt vor allem eine unehrliche Haltung von CDU und FDP, weil diese nicht dazu stehen w├╝rden, dass sie diese Wahl eben gemeinsam mit der AfD gewinnen wollten.

Lauthals schimpft er auf die sogenannte politische ÔÇ×MitteÔÇť und beklagt halbherzige Abgrenzung.

Michael Kuffer CDU /CSU mit drastischer Falschbehauptung

Michael Kuffer liefert einen weiteren Rechtfertigungsbeitrag f├╝r die eigene Partei und die FDP gleich mit. Er wiederholt nochmal ausf├╝hrlich die ├╝blichen Altparteienm├Ąrchen. Besonders frech und schon fast justiziabel ist dabei die Falschbehauptung, Bj├Ârn H├Âcke habe den Holocaust geleugnet. Die NSDAP-Vergleiche haben Hochkonjunktur in dieser Debatte. Was Anderes f├Ąllt dem tobenden Abgeordneten Kuffer auch nicht mehr ein. Linksextremismus ist f├╝r ihn ein polizeiliches Problem und der Rechtsextremismus ein gesellschaftliches. Bemerkenswert, dass Linksextremismus f├╝r ihn kein gesellschaftliches Problem ist und Rechtsextremismus kein polizeiliches. Dies erschlie├čt sich wohl nur ihm.

Fazit

Die aktuelle Stunde zu den Vorg├Ąngen in Th├╝ringen brachte von Seiten der Altparteien kaum neue Erkenntnisse. Die Eingangseinsch├Ątzung hat sich vollst├Ąndig best├Ątigt. Die FDP knickt ein vor den linken Unterdr├╝ckungsmechanismen. Mit seiner Entschuldigung d├╝rfte Christian Lindner dem Gesinnungsterror, der nach der Abwahl Bodo Ramelows ausge├╝bt worden ist, weiter Aufwind verleihen. Schlie├člich hatte dieser vollumf├Ąnglichen Erfolg.

Rhetorisch erreichen die Altparteien mittlerweile die h├Âchste Eskalationsstufe. Gegen├╝ber der AfD wird nicht einmal mehr der Versuch der inhaltlichen Auseinandersetzung unternommen und kein Vergleich mit Nazi-Verbrechen, Holocaust und Gaskammern ist zu abwegig um ihn nicht in Richtung der einzig verbliebenen b├╝rgerlichen Partei im Bundestag zu schreien. Eine eklatantere Verharmlosung des Nationalsozialismus ist kaum vorstellbar.

Die AfD wird sich davon nicht provozieren lassen. Dem B├╝rger wird bei diesem Schauspiel schon klarwerden, wo im Deutschen Bundestag die Demokraten sitzen!

TM

 

Debatte der Woche: Aktuelle Stunde zu Th├╝ringen Zuletzt aktualisiert: 13.02.2020 von Team M├╝nzenmaier
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francomacorisano
7 Monate zuvor

In der aktuellen Diskussion kommt es mir so vor, als g├Ąbe es heute viel mehr Nazis als zu Zeiten von A. H. ÔÇŽ!

cbergdoll
7 Monate zuvor

Ich habe mir nur die Rede von Herrn Gauland angeh├Ârt. Wie immer sehr h├Ârenswert.

Wolfgang Scherer
7 Monate zuvor

Weitermachen, nur jetzt nicht einsch├╝chtern lassen. Die meisten Links/Gr├╝nen haben keinen ordentlichen Beruf und auch nichts abgeschlossen studiert. Die k├Ąmpfen um ihre gut bezahlten Staats-Jobs. ├ähnlich geht es unserem Staatsfunk und den links/gr├╝nen Medienvertretern. Der Vorgang Th├╝ringen hat sie verunsichert, also hauen sie jetzt planlos um sich. SPD/FDP/CDU zerlegen sich derzeit selbst. Das wird uns neue Mitstreiter bringen und auch die n├Ąchsten Wahlergebnisse positiv beeinflussen. Aber es wird noch ein steiniger Weg ├╝ber viele Jahre. Bei eventuellen Neuwahlen in Th├╝ringen, werde ich unsere Freude dort finanziell unterst├╝tzen.
Freundliche Gr├╝sse, zur Zeit aus Teneriffa.
Wolfgang Scherer (ID 10634498)

7 Monate zuvor

Sehr flei├čige Dokumentation der w├╝rdelosen Vorg├Ąnge im “Hohen Hause”. Mich erinnert alles an das Niederschreien oder Niederkn├╝ppeln Unangepasster im Dritten Reich. Die Gleichschaltung unseligen Angedenkens lebt. Die Politik w├Ąhle oder importiere sich ein neues Volk

Max Axel Jurke
7 Monate zuvor

Was die Fr. Petry gesagt hat,war sicher nur eine Feststellung und kann man verstehen wie man will. Glaube nicht, da├č ihre ├äu├čerung gegen die AfD gerichtet war. Da├č diese Worte auch falsch verstanden werden k├Ânnen, ist ihr m├Âglicherweise nicht sofort aufgefallen. Dann aber hat sie, denke ich erst den Saal verlassen.

Silvio
7 Monate zuvor

Seit Merkel und ” Knechten ” geht es steil bergab!!!!

Auf fast allen Gebieten.

Dass solch eine ” bescheidene ” Peson Deutschland

regieren darf, dass zeigt doch den Zustand des Volkes/W├Ąhlers deutlich.

J.S.
7 Monate zuvor

Hallo Parteifreunde, wenn man einiges davon wei├č, was
echte Nazis den Menschen angetan haben, dann mu├č unbedingt jeder angezeigt werden, der uns als Nazis bezeichnet! Unm├Âglich, da├č sogar Abgeordnete der Altparteien im Bundestag (!) unsere Fraktion so beschimpfen d├╝rfen! Mir v├Âllig unverst├Ąndlich, da├č da alle so mit machen.