Causa Wendt: Einmischung aus dem Kanzleramt?

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Eigentlich war der Polizeigewerkschafter Rainer Wendt f├╝r das Amt des Innenstaatssekret├Ąrs in Sachsen-Anhalt vorgesehen. Personalplanung mit politischer Sprengkraft, denn Wendt zog in den vergangenen Jahren ├Âfters die Aufmerksamkeit mit regierungs- und migrationskritischen Aussagen auf sich. Ein Gewerkschafter mit Haltung also, so wie es doch in einer Demokratie an der Tagesordnung sein sollte.

Nat├╝rlich nicht in den Augen der etablierten Medienlandschaft sowie gr├╝ner und sozialdemokratischer Politiker. Diese starteten bei der Verk├╝ndung der geplanten Ernennung die bekannte Emp├Ârungsmaschinerie. Medien zweifelten Wendts Eignung offen an und die gr├╝n-roten Koalitionspartner der CDU sprangen nur allzu gerne auf den Sturm der Entr├╝stung auf.

Schlussendlich knickte die CDU in Sachsen-Anhalt ein und widerrief ihre Entscheidung. Die CDU versuchte sogar anfangs, zu behaupten, dies sei in beiderseitigem Einverst├Ąndnis geschehen. Rainer Wendt widersprach dem deutlich und sage der BILD-Zeitung, die CDU sei vor Linken, Gr├╝nen und Sozialdemokraten eingeknickt und hat kapituliert. Noch brisanter die Aussage: ÔÇ×Das Kommando dazu kam aus dem KanzleramtÔÇť.

Nun verdichten sich die Hinweise, dass es zumindest Druck aus dem Hause Merkel gegeben hat. Regierungssprecher Seibert antwortete auf Nachfrage ÔÇ×Das Kanzleramt spricht mit vielen Menschen ├╝ber VielesÔÇť. Und weiter: ÔÇ×Die Besetzung dieser Staatssekret├Ąrsstelle in Sachsen-Anhalt war und ist ausschlie├člich von der Regierung in Sachsen-Anhalt zu entscheiden.ÔÇť

Ein durchschaubares, rhetorisches Man├Âver, denn nat├╝rlich wird die Entscheidung letztlich in der Regierung Sachsen-Anhalt entschieden, allerdings auch, wenn es zuvor Drohungen und Druck aus dem Kanzleramt gegeben haben k├Ânnte.

Dieser Vorgang offenbart einmal mehr, totalitaristische Z├╝ge. Es dr├Ąngt sich der Eindruck auf, dass ein kritischer Kopf einfach mundtot gemacht werden soll. Nun wird auch noch bekannt, dass Wendt die Pensionen wegen eines Disziplinarverfahrens gek├╝rzt werden sollen. Eine Ma├čnahme, die eigentlich nur bei erheblichen Verfehlungen angewandt wird. Ob dies blo├čer Zufall ist, auch dar├╝ber darf spekuliert werdenÔÇŽ

TM

Causa Wendt: Einmischung aus dem Kanzleramt? Zuletzt aktualisiert: 26.11.2019 von Team M├╝nzenmaier
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Remo
6 Monate zuvor

Hallo Herr M├╝nzenmaier, es ist erb├Ąrmlich, wie sie aktuellen Differenzen der AFD mit Nichtachtung begegnen und sich in der Sonne baden. Was l├Ąuft mit Morddrohungen Kruschewskis gegen Holm. Sie als Bundestagsmitglied werben um neue Mitstreiter, w├Ąhren bei Ihnen in der Partei der Teufel los ist!? Das ist nicht gut, garnicht gut!!!