BundesprÀsident Steinmeier fordert Regulierung von Sozialen Medien

BundesprÀsident Steinmeier fordert Regulierung von Sozialen Medien

BundesprĂ€sident Frank Walter Steinmeier hat mit seinem Redebeitrag zur Eröffnung des Forums „Demokratie und digitale Öffentlichkeit“ fĂŒr Aufsehen gesorgt. Steinmeier warf den sozialen Medien wie Facebook und Twitter vor, „viel zu oft die schnelle LĂŒge“ zu prĂ€mieren und so „zur Gefahr fĂŒr die Demokratie“ zu werden. BezĂŒglich der US-Wahl sprach der 65-JĂ€hrige von einem „Superspreader-Event“ eines Verschwörungsmythos.

Frank-Walter Steinmeier: „Erregung und Empörung, Angst und Wut“

Der Sozialdemokrat erlĂ€uterte, dass es in den sozialen Netzwerken, anders als in den klassischen Medien, keine mĂ€ĂŸigenden oder kontrollierenden Gremien wie einen Presserat gebe. Ganz im Gegenteil sei Ausgleich und MĂ€ĂŸigung störend fĂŒr das GeschĂ€ft:

„Einen rein gewinnmaximierenden Algorithmus schert weder, was wahr oder falsch ist noch mit welchem Ziel ein bestimmter Inhalt erstellt wurde.“

Die Algorithmen wĂŒrden dabei lernen, die Anzeigen immer aufregender und spektakulĂ€rer zu gestalten. Die Werte der Demokratie, „Respekt, Wahrheit und ZivilitĂ€t, Vernunft, Fakten und VerantwortungsgefĂŒhl“, blieben dabei auf der Strecke.

Ganz gegenteilig wĂŒrden die Menschen „Erregung und Empörung, Angst und Wut“ an ihre Bildschirme fesseln. Belohnt werde Geschwindigkeit und Zuspitzung, Unwahrheiten blieben oft unwidersprochen stehen.

„Das GeschĂ€ft mit der Aufmerksamkeit wird zur Gefahr fĂŒr die Demokratie“, so der ehemalige Außenminister weiter.

Die Feinde der Demokratie

Die US-Wahl bezeichnete Steinmeier als „Superspreader-Event“ eines Verschwörungsmythos. Die MĂ€r der gestohlenen Wahl, die ĂŒber die sozialen Netzwerke verbreitet wurde, habe zum Angriff auf das amerikanische Kapitol gefĂŒhrt. In diesem Zusammenhang sprach der BundesprĂ€sident von den Feinden der Demokratie, die „die Aufmerksamkeitsmaschinen der sozialen Medien gekonnt zum eigenen Vorteil“ nutzen. Daher brauche es eine neue Verantwortung.

„Damit Freiheit und Demokratie gewahrt bleiben, braucht es Regeln“, appellierte Steinmeier.

Ein weiterer Schritt in Richtung Zensur?

Frank Walter Steinmeier reiht sich mit seinem Redebeitrag in die Reihe weiterer Spitzenpolitiker ein, die eine Regulierung der sozialen Netzwerke befĂŒrworten. Die jĂŒngst stattgefundenen Löschwellen in Twitter und Facebook trafen jedoch vielmehr patriotische und konservative KanĂ€le ohne plausible ErklĂ€rung vonseiten der mĂ€chtigen Tech-Konzerne.

Geht es dem BundesprÀsidenten um die Einhaltung von Regeln oder eine Zensur anderer Meinungen? Fragzeichen bleiben.

TM

BundesprĂ€sident Steinmeier fordert Regulierung von Sozialen Medien Zuletzt aktualisiert: 02.03.2021 von Team MĂŒnzenmaier

2 Replies to “BundesprĂ€sident Steinmeier fordert Regulierung von Sozialen Medien

  • xstern

    By xstern

    Ein Steinzeitkommunist redet von Demokratie, dass ich nicht lache. Was mich am Meisten Ă€rgert an solchen “Nickonkels” die Ihrer Aufgabe nicht gerecht werden (nĂ€mlich Gesetze prĂŒfen und eben nicht unterschreiben, wenn verfassungswidrig das wĂ€re sein Job) und diesen erfĂŒllt er nicht und fĂŒr diese Nicknull mĂŒssen wir lebenslang 200T€ + im Jahr bezahlen – das kotzt mich einfach nur noch an.

  • Max Axel Jurke

    By Max Axel Jurke

    Seine Hetze hat FrĂŒchte getragen am AfD-Stand. Er spricht nur von Demokratie und will gleichzeitig die freie MeinungsĂ€ußerung einschrĂ€nken. Wenn’s sein muß mit Gewalt, wie man wieder mal eindrucksvoll miterleben konnte. Die Antifa sind die steuerfinanzierten SchlĂ€gertrupps von Merkel und ihren Vasallen. Die neue SA dieser linken Faschisten. Die Geschichte wiederholt sich in Teilen.
    Davos, der Hinhaltelockdown als Voraussetzung fĂŒr den großen Reset die neue Weltordnung. Die ewig offenen Grenzen zeigen klar die Richtung. Klar, da ist jeder Widerspruch hinderlich, der den mĂŒndigen BĂŒrger aufwachen lĂ€ĂŸt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert