„Black Lives Matter“ fĂŒr Friedensnobelpreis nominiert

„Black Lives Matter“ fĂŒr Friedensnobelpreis nominiert

Feuer, zerstörte LÀden, MassenschlÀgereien.

Einige Fernsehbilder der radikalen „Black Lives Matter“ (BLM)-Demonstrationen lassen deutlich erkennen, dass der ursprĂŒnglich gedachte Protest in weiten Teilen völlig außer Kontrolle geraten und in pure Zerstörungswut umgeschlagen ist. So kam es Anfang September in Portland zu einer Auseinandersetzung zwischen der Polizei und einem Protestzug, nachdem dieser in Richtung eines Polizeireviers marschierte und Molotow-Cocktails warf. Ebenfalls in Portland kam am Rande einer Demonstration ein mutmaßlich rechter Mann ums Leben. Immer wieder mĂŒndeten die Proteste in regelrechten Gewaltorgien.

Trotz Eskalationen, Vandalismus, PlĂŒnderungen und Gewalt bis hin zum Totschlag ist die umstrittene Bewegung am Wochenende fĂŒr den Friedensnobelpreis vorgeschlagen worden. DarĂŒber hinaus erhielt die Bewegung den schwedischen Olof-Palme-Preis.

Friedensnobelpreis fĂŒr die radikale Black Lives Matter Bewegung?

Die „BlackLivesMatter“-Bewegung sei „zu einer der weltweit mĂ€chtigsten Bewegungen im Kampf gegen Rassendiskriminierung“ geworden, so Petter Eide von der Sosialistisk Venstreparti. Der norwegische Linken-Politiker hatte den Vorschlag bei der zustĂ€ndigen Kommission eingereicht. Die Debatte ĂŒber Rassismus habe „in vielen LĂ€ndern Aufmerksamkeit“ erregt, erlĂ€uterte der 61-JĂ€hrige seine Gedanken zur Nominierung weiter. Die aus den Vereinigten Staaten gestarteten Proteste gegen PolizeibrutalitĂ€t und Rassismus schwappten in den folgenden Monaten auf viele weitere LĂ€nder ĂŒber und sorgten fĂŒr Massendemonstrationen, bei denen auch GewalttĂ€tigkeiten, PlĂŒnderungen und weitere Straftaten verĂŒbt wurden.

DarĂŒber hinaus ist die Bewegung mit dem schwedischen Olof-Palme-Preis und damit 100.000 Dollar geehrt worden.  Der Vorsitzende des Olof-Palme-GedĂ€chtnisfonds, Pierre Schnori, erklĂ€rte die Wahl damit, dass die Aktivisten die Nöte und Wut der afroamerikanischen Minderheit offengelegt hĂ€tten. Am Samstagabend nahm Patrisse Cullors, eine der Initiatorinnen der Bewegung, bei einer digitalen Zeremonie den Preis entgegen. Die 37-jĂ€hrige Aktivistin erlĂ€uterte, dass die Bewegung nun einen weltweiten Einfluss besitze und fĂŒr alle schwarzen Menschen stĂŒnde. Schnori bezeichnete Cullors bei der Zeremonie als FreiheitskĂ€mpferin und eine Geschichtsschreiberin.

Ideologische Preisvergabe?

Die am Wochenende verkĂŒndete Nominierung der radikalen Bewegung stieß in den sozialen Netzwerken auf Verwunderung. WĂ€hrend Linken- und GrĂŒnenpolitiker die VerkĂŒndung begrĂŒĂŸten, zeigten sich konservative KrĂ€fte ĂŒberrascht. Die Bilder der Demonstrationen, bei denen GeschĂ€fte geplĂŒndert, Menschen verletzt und sogar getötet wurden, deuten nicht auf eine Nominierung mit dem grĂ¶ĂŸten Friedenspreis hin. Eine ideologische Preisvergabe, wie sie ebenfalls beim Bundesverdienstkreuz festzustellen ist, scheint in der Zukunft auch in Skandinavien die Norm zu werden.

TM

„Black Lives Matter“ fĂŒr Friedensnobelpreis nominiert Zuletzt aktualisiert: 01.02.2021 von Team MĂŒnzenmaier