Baerbock im Sommerinterview: Koalition mit jedem, Asyl f├╝r alle!

Baerbock im Sommerinterview: Koalition mit jedem, Asyl f├╝r alle!

ÔÇ×Hallo Frau Baerbock!ÔÇť In nettem Tonfall begr├╝├čt die Moderatorin Shakuntala Banerjee die Gr├╝nen-Vorsitzende zum ZDF-Sommerinterview in Frankfurt an der Oder. Anschlie├čend schwenkt die Kamera zum ersten Mal auf die herannahende Baerbock, welche sich mit extra hohen Schuhen ├╝ber das Kopfsteinpflaster der Oderstadt k├Ąmpft. Hierbei wirkt die Bundestagsabgeordnete etwas unsicher auf den Beinen und sichtbar erleichtert, als sie ihre Interviewposition neben der ZDF-Gastgeberin erreicht.

Diesem wackeligen Beginn sollte im Anschluss ein mehr als wackeliges Interview folgen, in welchem nicht mit Politikerphrasen und gr├╝ner Anpassung an das Establishment gespart wurde. Besonders auff├Ąllig war hierbei die R├╝ckgratlosigkeit der Gr├╝nen-Chefin, sich partout nicht auf eine Koalitionsm├Âglichkeit nach der Bundestagswahl im n├Ąchsten Jahr festlegen zu wollen. Nahezu cremig gr├╝n wurden alle m├Âglichen Optionen offengehalten, um ja keine W├Ąhler und zuk├╝nftigen Regierungspartner zu vergraulen. Hinzu irritierte Baerbock mit klar verfassungswidrigen Ansichten zur Fl├╝chtlingspolitik und einer lustigen Rechnung. ┬áLesen Sie im Folgenden eine Zusammenfassung des Frankfurter Gr├╝nen-Gespr├Ąchs.

ÔÇ×Radikal und staatstragendÔÇť- oder doch nicht?

Nach einem kurzen Loblied auf die sch├Âne Stadt an der Oder bat Moderatorin Banerjee Baerbock an den ├╝berdimensionierten grauen Interviewtisch. Schon zum Anfang des Gespr├Ąchs unterstrich die Bundesvorsitzende, in welche politische Richtung es mit den Gr├╝nen am liebsten gehen sollte: ÔÇ×Radikal und staatstragendÔÇť. Im gleichen Atemzug forderte Baerbock einen kompletten Umbau der deutschen Industrie hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft. Im weiteren Interviewverlauf bekr├Ąftigte die Gr├╝nen-Chefin dann noch, eine sozial├Âkologische Marktwirtschaft schaffen zu wollen und das in ihren Augen gr├Â├čte Problem unsrer Zeit, den Klimawandel, in den Griff bekommen. Wie das grade in Corona-Zeiten und dem wirtschaftlichen Notstand passieren soll, die Antwort bleibt Baerbock schuldig.

Zum ersten Mal ins Schwimmen kommt die Gr├╝nen-Vorsitzende dann, als ihr die von FridaysforFuture-Aktivisten gegr├╝ndete Partei ÔÇ×radikal: KlimaÔÇť vorwirft, keinen wirklichen Klimaschutz mehr zu betreiben und schon l├Ąngt im politischen Establishment angekommen zu sein. Als Banerjee im Anschluss noch auf die politische Faktenlage in Hamburg verweist, wo die Gr├╝nen zwar mitregieren, jedoch Forderungen nach Radwegen drastisch zur├╝ckfahren und daf├╝r den Ausbau┬á von Autobahnen und Bundesstra├čen bevorzugen, beginnt Baerbock mit den typischen Politikerphrasen von Problemen mit ÔÇ×KoalitionenÔÇť und der ÔÇ×Komplexit├Ąt des f├Âderalen LandesÔÇť. Auch bei der Kastenstallhaltung f├╝r S├Ąue und Schweine habe man Kompromisse eingehen m├╝ssen und daher der Verl├Ąngerung von acht Jahren zugestimmt. Radikal sieht dann doch anders aus.

Banerjee fasst an dieser Stelle passend zusammen, wof├╝r die gesamte Bundespartei der Gr├╝nen derzeit steht: ÔÇ×Im Anspruch sind sie radikal, in der Umsetzung sehr flexibel.ÔÇť

Cremig Gr├╝n in der Fl├╝chtlings- und Koalitionsfrage

Baerbock ger├Ąt im weiteren Interviewverlauf mehr und mehr in eine Realit├Ąts- und Anspruch-Sackgasse. Die ZDF-Moderatorin zeigt im gr├╝nen Realit├Ątscheck auf, dass die Gr├╝nen zwar einerseits klare und teilweise drastische Forderungen formulieren, andererseits in Regierungs- und Koalitionsgespr├Ąchen mit einer dramatischen Geschwindigkeit diese Ideale wieder ├╝ber Bord werfen. Bei der Fl├╝chtlingsfrage rechtfertigt sich Baerbock zuerst f├╝r die Zustimmung einer 200.000-Fl├╝chtlings-Grenze von Horst Seehofer in den Koalitionsverhandlungen 2017, um danach wieder die Gr├╝ne Moralkeule zu schwingen und eine gesetzeswidrige Forderung zu formulieren: ÔÇ×Jeder Mensch hat das Recht auf Asyl.ÔÇť Dies begr├╝ndet Baerbock mit dem Grundgesetz, den Menschenrechten und r├╝hrt die Werbetrommel f├╝r den Familiennachzug von Asylbewerbern. Ein Blick ins Gesetzbuch h├Ątte die Gr├╝nen-Vorsitzende in die Realit├Ąt zur├╝ckgeholt, denn dort ist klar in Artikel 16a des Grundgesetzes festgeschrieben: ÔÇ×Politisch Verfolgte genie├čen Asylrecht.ÔÇť Von jedem Menschen ist dort nicht die Rede.

In der abschlie├čenden Koalitionsfrage bleibt die Bundestagsabgeordnete dann sehr beweglich. Es ist sp├╝rbar, dass die Gr├╝nen derzeit die Angst vor W├Ąhlerverlust umtreibt und keine Partei aus dem politischen Spektrum vergrault werden soll. In einem R├╝ckblick auf die vergangenen Gro├čen Koalitionen aus CDU/CSU und SPD zeigt die Gr├╝ne dann ihre Rechenk├╝nste und beschreibt:

ÔÇ×Die haben jeweils miteinander irgendwie 75 Prozent im Bundestag oder sogar eine Zwei-Drittel-MehrheitÔÇť gehabt. Mathematik war wohl nicht das beste Schulfach von Frau Baerbock.

Eine Koalition mit der CDU schlie├čt die Gr├╝nen-Chefin anschlie├čend ebenso wenig aus wie mit der FDP. Ob das der radikalen Gr├╝nen Jugend, welcher schon lange eine gr├╝n-rot-rote Regierung vorschwebt, gef├Ąllt?

Baerbock im Sommerinterview: Koalition mit jedem, Asyl f├╝r alle

├ähnlich wie ihr Co-Vorsitzender Robert Habeck schien auch Annalena Baerbock mit den Fragen der TV-Journalistin ├╝berfordert zu sein. Deutlich wie nie wurde in Frankfurt/Oder der Unterschied zwischen gr├╝ner Anspruchshaltung und politischer Realit├Ąt. F├╝r einen Platz an der Macht scheint die ├ľko-Partei zu fast allem bereit. Ganz egal ob FDP, SPD, CDU oder Linkspartei: Solange die Gr├╝nen mitregieren d├╝rfen, scheint ihnen jedes Mittel recht zu sein, ein paar Ministerposten zu ergattern. Sollten sie jedoch mit ihren Asyl- und Klimaforderungen durchdringen k├Ânnen und sich Mehrheiten im Bundestag schaffen, sieht es f├╝r die deutsche Wirtschaft und viele patriotische B├╝rger d├╝ster aus. Den Familiennachzug und Wirtschaftsumbau m├╝ssen bezahlt werden. Das darf dann wieder der deutsche Steuerzahler richten.

TM

Baerbock im Sommerinterview: Koalition mit jedem, Asyl f├╝r alle! Zuletzt aktualisiert: 24.08.2020 von Team M├╝nzenmaier

4 Replies to “Baerbock im Sommerinterview: Koalition mit jedem, Asyl f├╝r alle!

  • Lucifer Bromwasser

    By Lucifer Bromwasser

    Mist, Bockmist, Baerbockmist.
    ÔÇ×Die haben jeweils miteinander irgendwie 75 Prozent im Bundestag oder sogar eine Zwei-Drittel-MehrheitÔÇť.
    Diese Aussage erinnert mich an den Fu├čballspieler Horst Szymaniak, der es schaffte, ohne Abitur zu ├Ąhnlichen Erkenntnissen zu gelangen.

    Szymaniak w├Ąhrend einer Vertragsverhandlung:
    ÔÇ×Ich will ein Viertel, nicht nur ein Drittel mehr.ÔÇť
    Szymaniak beklagt sich ├╝ber ein Vertragsangebot:
    ÔÇ×Die haben mir 50 Prozent versprochen. Das habe ich sogar schriftlich. Und jetzt wollen die mich mit zwei Dritteln abspeisen…ÔÇť

    Szymaniak hatte es immerhin in den Beinen. Und er hatte keine Ambitionen auf das Kanzleramt.

  • Heidi Walter

    By Heidi Walter

    Herr Franke, die Gr├╝nen gleichen eher Schnittlauch: au├čen gr├╝n, innen hohl.

  • Gerhard Franke

    By Gerhard Franke

    Das wusste schon Franz-Josef Strauss ├╝ber die Gr├╝nen:
    Sie sind wie eine Melone:
    aussen gr├╝n und innen rot.
    Wie soll man erwarten, dass diese Leute, selten einmal einer geregelten Arbeit nachgehend und oft bar jeglicher Bildung, dass sie etwas von Geld verstehen; ausser dass es vom Himmel f├Ąllt und sie es von anderen haben wollen !

  • Heidi Walter

    By Heidi Walter

    Frau B├Ąrbocks Metier ist nun mal mit Kobolden Strom in der Leitung zu speichern. Alles Weitere ├╝bersteigt ihren Horizont. Selig sind die Armen im Geiste.

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