1. Mai: Linksextreme Krawalle im Schatten von Corona?

1. Mai: Linksextreme Krawalle im Schatten von Corona?

Nein, den „Kampftag“ ihrer „Klasse“ wollen sie sich nicht nehmen lassen, so verkĂŒnden es Linksextremisten auf der Plattform indymedia. Gemeint ist der 1. Mai und trotz der EinschrĂ€nkungen wegen der Corona-Krise sollen wie jedes Jahr Krawalldemos organisiert werden. Im linken Duktus klingt das dann so: „Die VielfĂ€ltigkeit der ZusammenhĂ€nge, die derzeit Protest organisieren (wollen) – ob illegal oder legal ist scheißegal – mĂŒssen wir als Chance begreifen.“

In verschiedenen Aufrufen machen radikale Linke keinen Hehl aus ihrer Intention. In einem Artikel mit der Aufforderung, in Hamburg auf die Straße zu gehen, heißt es: „Greifen wir die herrschende Klasse dafĂŒr an, die vielen Infizierten und Toten auf ihren Gewissen zu haben! Die Rebellion ist gerechtfertigt!“

Allgemein wirkt die linksextreme Szene etwas gespalten. WĂ€hrend in so manchem kruden Demoaufruf das Corona-Virus zumindest im Ansatz Beachtung findet, ergießen sich die Hardliner in Gewalt- und Umsturzfantasien.

Der Nutzer „Rigaer94“ (Hinweis auf das berĂŒchtigte, besetzte Haus in der Rigaer Straße 94 in Berlin Friedrichshain) veröffentlicht ebenfalls einen Artikel mit dem Titel „Der 1. Mai im Ausnahmezustand – Vehikel zur Zerstörung der demokratischen Fassade“. In Teilen freut man sich dort zunĂ€chst ĂŒber die Bedrohung durch das Corona-Virus: „Endlich ist der ganze Party- und Tourirotz verschwunden, GrĂŒnflĂ€chen werden zunehmend von Menschen genutzt, die sich nicht um das Verbot sozialer Kontakte kĂŒmmern“, heißt es in dem Pamphlet.

Der 1. Mai soll dann auch Bilder erzeugen, wie „Menschenansammlungen zerschlagen und fĂŒr Friedhofsruhe gesorgt wird“. Das soll dann „als Beweis an die Unterschichten, dass Widerstand möglich ist“, gesendet werden.

Wie immer findet sich auch gleich eine Rechtfertigung fĂŒr das eigene Handeln: „Wer Millionen erpresster Steuereinnahmen in Flughafenbaustellen und barocken Stadtschlössern versenkt, soll ein bisschen Chaos in Berlin erwarten dĂŒrfen.“

Konkret wird vorgeschlagen, dass sich die Linksextremisten am 1. Mai in Berlin an öffentlichen Orten versammeln und einen Bereich temporĂ€r besetzen. „Sollte das vom Virus der AutoritĂ€t verhindert werden, kann der Mai leicht zu einem Monat der dezentralen Aktionen werden.“, schließt der offene Aufruf zu Straftaten.

Gerade in Berlin und Hamburg haben die Altparteien jahrelang gewalttĂ€tige Demonstrationen von Linksextremisten gewĂ€hren lassen und dies immer wieder als linke Folklore verharmlost. Linke, GrĂŒne und auch Sozialdemokraten generieren sich nicht selten als parlamentarischer Arm des linken Straßenterrors. Die Altparteien sind gefordert, diesen offenen Aufrufen zu Straftaten, nicht lĂ€nger tatenlos zuzusehen und endlich konsequent gegen linken Extremismus vorzugehen.

TM

1. Mai: Linksextreme Krawalle im Schatten von Corona? Zuletzt aktualisiert: 12.10.2020 von Team MĂŒnzenmaier

One Reply to “1. Mai: Linksextreme Krawalle im Schatten von Corona?”

  • Karsten MĂŒller

    By Karsten MĂŒller

    Da es heißt vorlĂ€ufig bis zum 3.5. Kontaktsperre und Versammlungsverbot sollte die Polizei zusammen mit dem Ordnungsamt alle Linken anzeigen und die 250€ Bußgelder abkassieren.

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