Sebastian M├╝nzenmaier zum 1. Mai

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Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts war der 1. Mai als Demonstrations- und Protesttag der Arbeiterbewegung eine feste Gr├Â├če im internationalen Kampf der Arbeiterschaft um ertr├Ągliche Arbeitsbedingungen und faire L├Âhne.

Der “1. Mai” – Die Urspr├╝nge

Von den australischen Kohle- und Industrierevieren bis zu den Fabriken Chicagos wurde gestreikt und demonstriert. Der Staat ging mit aller Macht gegen Demonstranten vor und mit der sogenannten Haymarket-Affair wurde der Erste Mai endg├╝ltig zum sozialistischen Heiligenfest. Am 1. Mai 1886 wurde auf dem Chicagoer Haymarket ein mehrt├Ągiger Streik beschlossen, welcher bald in Unruhen und Stra├čenschlachten m├╝ndete und in einem Bombenattentat linksradikaler Anarchisten gipfelte. 7 Polizisten und ├╝ber 20 demonstrierende Arbeiter kostete der Bombenwurf auf Polizisten das Leben. Vor unserem geistigen Auge malen sich die Schatten vergangener 1.-Mai-Krawalle in Hamburg und Berlin ab. Auch hier kann es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis Tote zu beklagen sein werden ÔÇô vermutlich tote Polizisten. Doch kommen wir zur├╝ck zu den Ereignissen der Haymarket-Affair. Vier der acht Angeklagten wurden durch den Strick hingerichtet, ein weiterer beging Selbstmord. Der Rest wurde zu teils langj├Ąhrigen Zuchthausstrafen verurteilt. Hunderte Arbeiter waren bei den Stra├čenschlachten mit der Polizei verletzt worden, die Anzahl der verwundeten Polizisten ist unbekannt. Bekannt ist jedoch, dass der Arbeitskampf scheiterte und die Toten und Verletzten g├Ąnzlich umsonst geblutet hatten. Die Zweite Internationale erkl├Ąrte den ersten Mai 1889 wegen der Chicagoer Ereignisse und wegen der zahlreichen Toten, nicht etwa trotz diesen, zum offiziellen ÔÇ×Kampftag der ArbeiterbewegungÔÇť. Zu einer Zeit als die Internationale noch von der gewaltsamen Weltrevolution der Arbeiterklasse und der Diktatur des Proletariats ├╝ber B├╝rgertum und Adel tr├Ąumte, ein verst├Ąndlicher Schritt.

Heute ist der 1. Mai in der Bundesrepublik Deutschland als Tag der Arbeit, aber auch in zahlreichen anderen L├Ąndern, darunter unter anderem Frankreich, Russland, ├ľsterreich, ein gesetzlicher Feiertag.

“Politik muss sich nicht nur um eine global denkende Elite k├╝mmern”

Ich selbst hatte zum 1. Mai immer etwas zwiesp├Ąltige Gef├╝hle. Zum einen die wohlwollende Empfindung, welche mit Abscheu auf die Arbeitsumst├Ąnde, Arbeitszeiten und Verg├╝tungen eines politisch praktisch nicht vertretenen Gro├čteils des deutschen Volkes Ende des 19. Jahrhunderts schaut und den Kampf f├╝r bessere Arbeitsbedingungen f├╝r den kleinen Angestellten, den Bergmann, den Industriearbeiter und die Putzfrau energisch teilt.

Es war der S├╝ndenfall konservativer Politik des sp├Ąten 19. Jahrhunderts und fr├╝hen 20. Jahrhunderts diese v├Âllig legitimen Bed├╝rfnisse des kleinen Mannes ignoriert und f├╝r unwichtig gehalten zu haben. Dies trieb die teilweise verzweifelten Massen in die Arme verbrecherischer kommunistischer und internationalistischer Politikhasardeure und verschuldete nicht unwesentlich die gro├čen Katastrophen des 20. Jahrhunderts. Ich halte es f├╝r eine wichtige Lehre unserer Zeit, dass die Lebensumst├Ąnde des sogenannten ÔÇ×kleinen MannesÔÇť die Aufgabe eines demokratisch legitimierten Volksvertreters sein m├╝ssen. Politik muss sich nicht nur um eine global denkende Elite k├╝mmern, nicht nur um irgendwelche Dogmen und ideologische Ersatzreligionen, sondern um die ganz konkrete Lebenswirklichkeit von Max Mustermann.

Aus diesem Grunde sympathisiere ich stark mit den Errungenschaften der Arbeiterbewegung, denn politische Parteien, welche f├╝r den Arbeiter parlamentarisch gestritten h├Ątten, gab es nicht. Die SPD, deren Aufgabe es gewesen w├Ąre, hielt zun├Ąchst dem Druck nicht stand und fl├╝chtete sich in kommunistische Tr├Ąumereien, sp├Ąter in eine Sowjetunion-H├Ârigkeit, bevor sie sich heute vom Arbeitnehmer restlos entfernt hat, um als Vertretung internationaler Gro├čkonzerne weltweite Wirtschaftspolitik zu betreiben.

Hier beginnt mein Unverst├Ąndnis ├╝ber gewisse Ereignisse am 1. Mai. Bei allem Verst├Ąndnis daf├╝r, dass sich Menschen lautstark Luft machen wollen und in der Masse emotional reagieren, darf es unter keinen Umst├Ąnden zu Gewaltexzessen kommen, die jedes Jahr am 1. Mai leider zum Alltag geh├Âren.

Interessant sind auch die Forderungen der gro├čen 1. Mai-Demos dieses Jahres:

In Berlin l├Ąuft die ÔÇ×Revolution├Ąre 1-Mai-DemonstrationÔÇť unter dem Titel ÔÇ×Gegen die Stadt der ReichenÔÇť, dabei wird lautstark die widerrechtliche Enteignung von Wohngesellschaften gefordert und nebenbei der Kampf gegen die ÔÇ×GentrifizierungÔÇť von Stadtteilen sehr w├Ârtlich genommen:

Sachbesch├Ądigungen, Schmierereien und das Zerst├Âren von PKWs sollen wohl den jeweiligen Stadtteil f├╝r b├╝rgerliche Mieter m├Âglichst unattraktiv bis gef├Ąhrlich gestalten und so eine verteufelte ÔÇ×GentrifizierungÔÇť gewaltt├Ątig verhindern.

Dieses Beispiel ist in meinen Augen symptomatisch f├╝r eine in sich zersplitterte und gewaltt├Ątige bis Gewalt billigend in Kauf nehmende Linke: an sich berechtigte Anliegen zB. nach bezahlbarem Wohnraum, welche wohl von einem Gro├čteil der Bev├Âlkerung jeder deutschen Gro├čstadt geteilt wird, werden von marxistischen Kriminellen und deren heimlichen Unterst├╝tzern aus Linkspartei, Gr├╝nen und SPD ausgenutzt um der eigenen Zerst├Ârungswut, kriminellen Machenschaften und kommunistischen Umverteilungsphantasien zu fr├Ânen.

Das Deckm├Ąntelchen der ÔÇ×Sozialen GerechtigkeitÔÇť wird von Betonkommunisten und verfassungsfeindlichen Umst├╝rzlern wie ein Mantra vor sich hergetragen, vollkommen vergessend, dass wahre soziale ÔÇ×GerechtigkeitÔÇť nur existieren kann, wenn man sich um die Probleme und Sorgen der ÔÇ×schon l├Ąnger hier LebendenÔÇť k├╝mmert und sich von ÔÇ×One-World-FantasienÔÇť und der Gleichmacherei s├Ąmtlicher Erdenbewohner endlich l├Âst.

Wie viele neue Wohnungen f├╝r Menschen in prek├Ąren Besch├Ąftigungsverh├Ąltnissen entstehen durch das Abfackeln von Autos in Kreuzberg und die Stra├čenschlacht mit der hart arbeitenden Polizei?

Die einstige Arbeiterpartei SPD solidarisiert sich nicht mehr mit dem deutschen Arbeiter sondern mit dem M├Âchtegern-Intellektuellen, der mittlerweile im 20. Semester Soziologie studiert, ÔÇ×ArbeitÔÇť nur aus theoretischen Abhandlungen kennt und den ÔÇ×KlassenkampfÔÇť vom Zahnarzt-Vater finanziert bekommt.

Eine ├Ąhnliche Situation erleben wir bei Linken und Gr├╝nen:

Die Regierungsparteien im Bundesland Berlin unterst├╝tzen gewaltsame Ausschreitungen gegen die Polizei unter eigenem Kommando und demonstrieren am ÔÇ×Tag der ArbeitÔÇť gegen eine der wenigen Gruppen, die an diesem Tag tats├Ąchlich Schwerstarbeit leisten muss: absurd!

Wahre Politik f├╝r Arbeiter wird nicht von linken Tr├Ąumern gemacht und Steinewerfer werden sich nicht f├╝r die Interessen der Menschen in den Werkshallen und Gesch├Ąften, an den Flie├čb├Ąndern und Schreibtischen einsetzen.

Was n├╝tzt es dem Angestellten bei Opel oder Real, der um seinen Job bangt, wenn in Kreuzberg Autos brennen? Was bringt es dem Malermeister aus dem Hunsr├╝ck, der nicht wei├č, ob sein VW-Bus morgen noch nach Mainz fahren darf, wenn es Toiletten f├╝r drei Geschlechter gibt?

“Flei├č muss sich wieder lohnen”

Wir als AfD setzen nicht bei abgehobenen, lebensfremden Vorstellungen an, sondern dort, wo der Schuh wirklich dr├╝ckt. Als Abgeordneter im Bundestag ist es mein erkl├Ąrtes Ziel, Dinge zu bewirken, die den Arbeitnehmer tats├Ąchlich entlasten und ihm helfen. Die ihn in seiner Lebenswelt betreffen. Gerade erst haben wir zwei weitere Antr├Ąge auf den Weg gebracht, die genau dort ansetzen. Wir fordern, dass derjenige, der lange gearbeitet hat, auch l├Ąnger Arbeitslosengeld bekommt. Flei├č muss sich wieder lohnen. Ebenso fordern wir eine Entlastung der Geringverdiener bei den Sozialabgaben, was insbesondere alleinerziehenden M├╝ttern und Arbeitnehmern, die auf Zuverdienste angewiesen sind, zugute k├Ąme.

Wir haben mit einem Gesetzesentwurf versucht, das Teilzeit- und Befristungsgesetz zu reformieren und die uns├Ąglichen Sachgrundbefristungen, die manche Arbeitnehmer jahrelang begleiten, einzuschr├Ąnken und abzuschaffen.

Wir als AfD setzen uns von Anfang an konsequent gegen die Abschaffung des Diesels ein. Diese wahnwitzige Idee, gef├Ârdert von Gruselgretas Schulschw├Ąnzerkampagne, geht nur zu Lasten der Arbeitnehmer und Kleinbetriebe, die gezwungen werden sich neue und evtl. sogar teurere Fahrzeuge zu beschaffen.

Wir sind die Partei, die an der Seite des hart arbeitenden Deutschen steht, der jeden Morgen fr├╝h aufsteht und seine Pflicht erf├╝llt. Wir sind die Partei, die den Mittelstand st├Ąrken, f├Ârdern und entlasten m├Âchte, denn dieser Mittelstand ist die Grundlage unseres Erfolges.

Es ist unsere Aufgabe ÔÇ×Otto NormalverbraucherÔÇť und seiner Familie eine politische Heimat zu bieten, ihn vor der Regulierungs- und Abgabenwut einer abgehobenen Br├╝sseler B├╝rokratieelite zu sch├╝tzen, sein Leben in relativem Wohlstand und in Sicherheit zu garantieren.

Daf├╝r stehen wir und daf├╝r wurden wir gew├Ąhlt.

Pseudointellektuelle Debatten ├╝berlassen wir den anderen Parteien, blinde Zerst├Ârungswut auf der Stra├če bleibt den Asozialen und Kriminellen vorbehalten, wir k├╝mmern uns stattdessen um SIE und IHRE Interessen!

Wir z├╝nden am 1. Mai keine Autos an und schreien laut nach der ÔÇ×RevolutionÔÇť:

Wir k├╝mmern uns mit unseren europ├Ąischen Freunden um eine ÔÇ×politische RevolutionÔÇť am 26. Mai, wenn die Br├╝sseler Eliten schwitzen und das b├╝rokratische Konstrukt EU zu wanken beginnt!

 

Ihr Sebastian M├╝nzenmaier

Sebastian M├╝nzenmaier zum 1. Mai Zuletzt aktualisiert: 30.04.2019 von Team M├╝nzenmaier
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Kommentare

  • Jutta G├Ąrtner 18 / 07 / 2019

    Ich bin deutsch, geh├Âre zum Mittelstand, stehe jeden morgen fr├╝h auf, um meine Arbeit pflichtbewusst zu erledigen. Arbeite sogar nachts und am Wochenende f├╝r kleines Geld…jammere dar├╝ber nicht, finde aber die Bezahlung in sozialen Berufen sehr ungerecht. Auf meiner Arbeit habe ich es mit Menschen zu tun, die aus aller Herren L├Ąnder kommen. Das gef├Ąllt mir und ist auch gut so, weil sich f├╝r das bisschen Geld kein Deutscher hergeben w├╝rde. Und wenn ich heimkomme, freue ich mich, dass irgendein Ausl├Ąnder meinen M├╝ll entsorgt hat.Noch Fragen?

  • Rudolf May 03 / 05 / 2019

    Was mich an den ganzen linken Ideen ├Ąrgert, ist das nur ├╝ber die Umverteilung von Verm├Âgen gelabert wird und kein Wort ├╝ber die Umvereteilung von Leistung, Risiko, Arbeit und Verantwortung.

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